Frühlingsgefühle (diesmal richtig)

Dienstag, 21. März 2006

So, jetzt nochmal mit Gefühl.

Ein grober Abriss der letzten Woche.

Wir sind alle noch ein bisschen mitgenommen, vor allem die kleine Maus

weiß garnicht richtig was los ist. Und wieso man nicht auf der Mama

rumhüpfen kann und warum die nicht zu Hause geschlafen hat letze Woche.



Montag :

Wir sind beim Arzt und machen ein CTG. Als wir zum Ultraschall wollen, fragt der

Herr Dr. meine Frau ob Sie Schmerzen habe? Meine Frau bejaht und der Herr Dr.

schickt uns ins Krankenhaus. Die Maus wird von Oma ins Bett gebracht und wir

gehen zum Kreissaal. Meine Frau bekommt Wehenhemmer (16 ml/h) und wird

Nachts endlich auf Station gebracht. Ungewissheit was passieren wird.

Dienstag :

Die erste Nacht der Woche alleine verbracht, alles sehr seltsam. Ich sage auf

Arbeit Bescheid dass ich nicht kommen kann. Soweit kein Problem. Nach dem Frühstück

besuchen wir meine Frau in ihrem 3 Bett Zimmer auf Station. Arm sind sie, die

Kassenpatienten. Unsere Kleine ist schnell gelangweilt. Der Arzt kann nicht sagen

was die Wehen ausgelöÂst hat und meine Frau bekommt Lagerkoller. Sie soll

sie bis Sonntag im Krankenhaus bleiben, evtl. sogar die ganze Zeit bis zur Geburt.

Nach Zoe's Mittagsschlaf sind wir noch einmal im Krankenhaus, meine Frau hat

keine Lust mehr, wird aber ganz lieb von einer ärztin umsorgt. Abends kommt

meine Schwester zum Abendbrot.

Mittwoch :

Die Maschinerie läuft an und ich kann Abends zu meiner Liebsten, CSI schauen.

Der Wehenhemmer läuft wieder höÂher und keiner weiß ob es an einer Infektion liegt

oder was los ist. Sie hat zuviel Fruchtwasser und muss liegen. Die arme Maus ist

vöÂllig durcheinander, warum Mama nicht zu Hause ist. Nachmittags haben wir

Spielgruppe, aber so richtig jemanden zum Aussprechen habe ich nicht.

Donnerstag :

Vormittags mache ich einen Grosseinkauf (Trägerweise Getränke) mit meiner Mutter

und bekomme eine Riesentüte JellyBeans. Nachmittags sind wir wieder im Krankenhaus.

Kaffee und Kuchen und trotzdem wird Zoe schnell langweilig. Vor allem weil Mama wieder

im Kreissaal ist und der Wehenhemmer eine Rekordmarke von 20 erreicht. Eine Hebamme

möÂchte "ein paar natürliche Sachen ausprobieren, schadet ja nichts, oder glauben Sie

nicht daran." Meine Frau hat die Schnauze voll und wollte weg. Die Antwort der Hebamme

auf diesen Wunsch war nur : Wollen Sie ihr Kind gefährden. Pysche des Patienten: uninteressant.

Abends kam dann dankbarer Weise der Herr Doktor und nahm den Tropf ab und befahl

meiner Frau endlich wieder durch die Gegend zu laufen. 3 Tage totale Bettruhe schlauchen

nämlich den Kreislauf, dem Kind ging es gut und der Wehentropf brachte nichts.

Freitag:

Habe meine Süsse mit meiner Süssen vom Krankenhaus abgeholt. 50 € ärmer sind wir

geworden und Mittags hat meine Frau erstmal 3 Stunden geschlafen. Verdient würde

ich sagen. Keiner kam um den Blutdruck zu messen, oder eine Infusion zu wechseln.

Und der einzige Schnarcher zu Hause bin ich. Keine Fremden im Zimmer und eine

bequeme Matratze.

Das Wochenende haben wir gut überstanden, sogar mit einem kleinen Spaziergang und

2 Filmen auf DVD, von denen wir nur einen geschaut haben (SWAT). VerwöÂhnprogramm

pur mit Schokopudding und Co.

Montag :

Normaler Tagesablauf bis Nachmittags um 3, da waren wir wieder beim Arzt.

CTG, normal, die Oma hat die Zoe bis heute Nachmittag. Ultraschall mit 3D,

ein richtig süsser Fratz (Foto folgt). Eigentlich sollte eine Fruchtwasseruntersuchung

gemacht werden, nur ist das Fruchtwasser weg. Also wieder normal viel und nicht

genug für 2. Beide ärzte ziemlich ratlos, aber sie belassen es bei Blutuntersuchung

und Gehirn, Magen und sonstigem geht es gut beim Kind. Anscheinend kein Syndrom

jedweder Art. Ich bekomme einen Attest für Arbeit und kann diese Woche 3 Mal

arbeiten gehen. Solange passt meine Mum auf, ab nächster Woche dann die Schwiegermutter.

übernächste Woche werden wir halt mal sehen.

Heute :

In aller Ruhe Frühstück im Bett und der Rest einer TV-Movie DVD auf der PS2. (Wasabi)

Viel gelacht und endlich zum Rasieren gekommen (ich bin ziemlich faul) Die letzten Tage

waren anstrengend, wie man unschwer erkennt, aber man reift. Es fehlt ein Gesprächspartner,

männlicher Natur. Am besten ein Vater. Wir werden sehen. Morgen mehr.

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