Gestern haben wir uns in Dachau endlich mal eine Krabbelgruppe angeschaut.
Jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geht die und ist bei der, erneuerten Kreisklinik
in der das Hebammenteam Dachau mehrere Räume hat. Alles ist sehr hell und freundlich
und die erste halbe Stunde war alles ausserdem noch saukalt. Irgendwann hat die Heizung
dann auch eingesetzt und den großen Raum langsam auf eine erträgliche Temperatur gebracht.
Was uns beide etwas verwunderte, waren die anderen Frauen und die unerträgliche UnhöÂflichkeit
und Arroganz, die viele Frauen über 30 an sich haben. Da wird nicht guten Tag gesagt,
da wird nicht nach dem Namen gefragt oder nach dem Namen des Kindes, nein da wird einfach
weiter gequatscht, als existiere man garnicht. Ich sage es nur ungerne Ladies, aber
nur weil ihr 10 Jahre älter seit, macht euch dass nicht automatisch 10 Jahre besser.
Dass wir als Pärchen kommen, scheint zusätzlichen Zündstoff gegeben zu haben.
Als meine Frau dann auch noch Fallen liess dass wir das zweite Mal Eltern werden,
gingen bei den Einzelkindmüttern die Klappen runter und die Krallen fuhren aus.
Wie kann man auch nur 2 Kinder bekommen, ohne groß rumzuprobieren. Gemein.
Immerhin mussten die meisten wahrscheinlich lange üben und mit der Themperaturmethode
ihren Mann nerven. Oder so ähnlich. Zum Kotzen.
Die einzig erträglichen Gesprächspartner waren ein junges Pärchen (Sie 20, er 24)
mit dem wir dann auch gleich Nummern ausgetauscht haben und die am Wochenende zum
Spazierengehen vorbeikommen. Bei unserem riesigen Freundeskreis ein Wunder, dass
wir überhaupt Zeit haben.
Ist der Unterschied im Leben wirklich so riesig zwischen 22 und 32?
Ist die "Lebenserfahrung", die uns so zum Hals raushängt, Anlass genug jemanden
zu behandeln, als wäre er unmündig und hätte nichts im selben Raum verloren?