Ein tiefes Loch

Urlaub Tag vier neigt sich dem Ende

Ich habe ein Bett, nicht mehr die Couch (Oh Desensibilisierung, oh schwabbelige Nasenscheidenwand OP, wann? WANN?) und wir haben zum zweiten Mal bei Edeka24 bestellt – weil der Multivitaminsaft sich dem Ende neigt und die Eszet Schokolade. Schock!

Die Kinder haben vergessen welcher Wochentag ist, sind also anscheinend angekommen im Urlaub und Frau Hitze hat sich heute erst mal beim Buchladen eingedeckt.

Anfang der Woche hab ich Twitter von meinem Handy geworfen, weil ich das toxische Loch nicht mehr aushalte – seitdem tippe ich, einem süchtigen nicht unähnlich, alle paar Minuten auf meinem Handy herum und schäme mich dann ein bisschen und mache Kindle wieder auf um mich vom Verlangen nach Doomscrolling und Shitposting abzulenken.

Auf der positiven Seite – ein kleines Bierbrauset ist gekommen. Ich bin vom Ursprungsplan weg, meinen eigenen Klüver Algenbier Klon zu erschaffen und braue jetzt nur ein RedAle für mich und meinen Schwiegervater, der uns in der letzten Woche besuchen kommt.

Ansonsten tummeln sich im Kopf die verschiedenen Ambitionen und kollidieren mit der Realität – Zocken, Lesen, Modelle Malen, mit den Kindern spielen, Ausflüge machen, während man liest, entspannt, sich unterhält ohne Zeitdruck und dass aber bitte alles im Rahmen des Urlaubs und im September zum Schulanfang bitte alles wieder auf Normal und Mwaaaaah.

Ich sag ja, ein Loch, ein tiefes Loch. Beide Eltern sind da mit Anlauf reingefallen und wir kämpfen uns gerade wieder raus. Weil, Überraschung, auch nach 1.5 Jahren oder mehr der Fokussierung auf Familie und häuslicher Distanz zu allem und jedem, möchten die Kinder bitte saubere Wäsche, Essen und Unterhaltung.

Phew.