Entspann Dich!

Seit knapp drei Wochen und damit dann in Woche Drei von Vier in diesem Sommer, die wir am Meer verbringen im Familienferienhaus, versuchen Frau Hitze und ich uns zu entspannen.

Der Urlaub ist vorbei – ich habe es nicht geschafft darüber zu bloggen. Es kam mir zu banal vor.

Der Urlaub ist seit sechs Wochen vorbei – ich hau es jetzt einfach raus, sonst passiert hier ja nix.

Erst eben das Loch, dann die zweite Woche in relativ miesem Wetter und diese Woche dann mit Arbeiten und gutem Wetter, was soweit gut funktioniert hat.

Diese Woche dann Schwimmen, Noah zum Zug nach HH bringen damit er unsere neue Katze in Empfang nehmen kann.

Miau

Wir arbeiten noch am Namen Fennek heißt er und es ist furchtbar ungewohnt den großen Sohn nicht dabei zu haben die ganze Zeit. Ich glaube wir müssen uns daran gewöhnen … in 5 Jahren ist Zoe 22, Noah 20 .. you get the idea.

Fennek ist ein furchtbar niedlicher Fuchsfarbener Kater und jetzt schon ein echter Star bei unseren Kindern.

Inzwischen sind wir wieder zu Hause und können Fennek von vorne bis hinten durchknuddeln und, im Falle der kleineren Kinder, mit ihm auf Augenhöhe spielen / ihn „jagen“. Es ist ein herzallerliebstes Gewusel.

Zurück zum Status Quo der Erholung.

Wir sind 11 Menschen (ok ab Woche drei waren wir 10 und unser bester Einkäufer war nicht mehr da) – da sind neun Kinder mit Bedürfnissen, die es zu erfüllen gilt. Neun Kinder die seit März 2020, mehr oder minder 24/7 bei uns sind und um uns herum und nur zu geringen Teilen fremdbetreut waren.

Vieles beim „New Normal“ ist Routine geworden, wie Desinfizieren, Abstand, Masken und die Impfung bei fünf von 11 hilft ein bisschen, aber nichts desto trotz, hängen hier von morgens bis Abends Teenager, Wickelkinder und ein ganz schön anstrengendes Baby, Tag und Nacht (und im Falle der Teenager teils wirklich bis Spätnachts) um uns und auf uns herum.

Dieses „Entspannen“ hat da teilweise Schwierigkeiten zu passieren.

Weil trotz Urlaub und eben nicht dem Alltag, möchten neun Kinder etwas essen, etwas trinken, etwas erleben.

Von den Sachen die wir uns vorgenommen hatten, sind einige nicht passiert (Hansa Park, Floss bauen, DnD spielen). Faszinierender Weise hab ich (ich bleibe mal bei mir) immerhin geschafft Miniaturen zu bemalen, ein Bier zu brauen, von dem ich leider den größten Teil wegkippen musste (HÄRESIE!) weil es schlicht nicht schmeckte und wir waren Nachts schwimmen im Sternenlicht mit Biolumineszenz im Meer. Wir waren in der Sauna, im Meer, im Strandkorb, spazieren, haben gebuddelt, miteinander gespielt und ich habe 10 Bücher fertig bekommen.

Ja, ich bin im gewissen Maße entspannt. In ungewissem hab ich mir leider in der zweiten Woche den Fuss verknackst und bin fünf Tage durch die Gegend gehumpelt und die Achillesferse, die ich mir letzten Sommer angeknackst habe, tut immer noch weh bisweilen.

Grmpf.

Was in der Mitte des Urlaubs dann on Top ziemlich genervt hat, waren die Dreharbeiten zum Stralsund Krimi im Nachbarhaus, Sonne und Meer. Bzw nach dem Umbau dann eben dem Haus der Kommisarin (wie die sich das wohl leisten kann?)

Die Nachtdreharbeiten!

Und die Tagdreharbeiten ehrlich gesagt auch.

Weil solche Spässe noch der harmlosere Teil waren. Ey dass ist evtl ne Ausfahrt??

Ein Dorf für einen Film

Die Selbstverständlichkeit mit der mit dem simplen Satz „Wir drehen hier einen Fiiihilm“ mal eben die Strasse gesperrt wurde oder uns gesagt wurde „ob die Kinder jetzt mal leiser sein könnten“ war beindruckend. Wahrscheinlich braucht man diese Arroganz, nett war aber anders. Zum Abschluss gab es immerhin einen Wein und einen Blumenstraus. Nur so als Tipp fürs Nächste Mal liebes Filmteam – vorher bestechen, nicht hinterher entschuldigen.

Ab von Film und Vacation-office, Verletzungen, Regenwetter in der ersten Woche und Verwandtenbesuchen gegen Ende, war es aber ein gelungener Urlaub, denke ich und lass euch mit meinem Gejammer jetzt wieder in Ruhe.

Irgendwann war dann Abreise und wir haben abgebaut und aufgeräumt und gepackt. Gut letzteres war zu 95% Frau Hitze, wie eigentlich immer und Oma hat noch einen kleinen Schock vor sich, wenn sie den Karton sieht den sie mit nach Hause bringen „darf“, aber nichts desto trotz – bis wir in potentiell acht Monaten (Pfingsten 2022) wieder an die Ostsee fahren, muss alles was im Haus ist und bis dahin gebraucht wird, wieder mit nach Hause.