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Kinderlieder, Folterchor.

Irgendwie seltsam, ist das Verhalten von Müttern älteren Kalibers, wenn es um die musikalische Prägung ihrer Schützlinge geht. Da wird, komme was wolle, dem armen
Nachwuchs nur das kindlichste und bescheuerteste Liedgut vorgesetzt, ohne Rücksicht auf den erwachenden Musikgeschmack der Kleinen.

Ob es nun Rolf Zuckowskis Kinderlieder sind, oder Peter Maffays Tabaluga, die Instrumente der Folter sind vielfältig, überall erhältlich und nicht verboten.

Das Gemeinste ist die Selbstverständlichkeit mit der diese Krabbelgruppentyrannen, andere Eltern für gleichgesinnt halten.

Da wird nicht gefragt, ob der Sohn oder die Tochter evtl. etwas gegen oben genannte Sadistenbands haben, sondern stur die CD auf "replay all" geschaltet und dazu ein gesunder Kräutertee ohne Zucker gereicht. Wiederliche Brühe zu wiederlicher Musik.

Warum müssen sich die Macher von Kinderliedern solche Mühe geben, diese für Erwachsene unerträglich zu machen. Oder gibt es Leute über 8 Jahre die diese Art von Musik geniessen?

"Der Bär im großen blauen Haus", ist zwar hörbar aber immer noch anstrengend. Das Equivalent zu EasyListening in der Hitparade oder den aktuellen Bravocharts. Der Vergleich zu einer Mahlzeit
aus der Kantine liegt da Nahe. Essbar, aber nicht zwingend etwas was man jeden Tag haben möchte.

Spricht etwas gegen die Erziehung unserer Kinder mit Supertramp, den Beatles oder deutschem HipHop. Freundeskreis, die fantastischen Vier oder Fettes Brot.

Der Musikgeschmack ist bekanntlich etwas worüber man nicht streiten sollte, aber die zweite Wiederholung eines von Kinderstimmen vorgetragenem "in der Weihnachtsbäckerei" überleben meine Ohren nicht.

Deswegen fordere ich die Gründung jugendlicher Krabbelgruppen, mit zeitgemäßer musikalischer Untermalung und Kaffee und Cola.

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