Oh for fuck sake 2021

Brauch ich nicht erzählen warum oder? Wasser, Täler, Häuser weg, Menschen tot, Menschen vermisst, Existenzen vernichtet, Politiker am Labern, keiner schnappt sich Fackeln und Mistgabeln und besucht Kohlekraftwerke und es gibt Menschen die möchten Laschet als Kanzler sehen.

Maximilian Buddenbohm hat es im Blog sehr schön zusammengefasst

Und dann kommt doch wieder einfach ein Tag nach dem anderen und man macht einfach alles, was anfällt, so ist es ja immer und bei uns allen.

Was soll ich dazu sagen.

Ich könnte über Garmisch reden und unseren Ausflug mit Zoe bzw. einen offenen Brief schreiben an unsere große Tochter, die (Stand Heute) den MSA bestanden hat, also die 10te Klasse und damit die Realschulreife und wir unfassbar stolz ich bin/wir sind, über diesen Fakt. Noch dazu mit so exzellentem Notenschnitt.

Und don’t get me wrong, Garmisch war wundervoll, notwendig und ich hoffe es hat Zoe so gut gefallen wie uns – nur es war eben „nur“ ein Wochenende. Und am Montag ging es wieder weiter. Und Montag geht es wieder weiter. Und Wochenenden sind zum Einkaufen, aufräumen und Ausspannen. Auf Zwang ausspannen ist übrigens auch Stress.

Immerhin, Arbeit ist eine „rechte Freude“ im Rahmen dessen Erwerbsarbeit als „Zwang“ (weil Miete und Ausgaben) eben eine Freude sein kann. Es ist keine Qual, was ja immerhin in heutigen Tagen schon ein Lob ist. Es gab positives Feedback und ich habe positives Feedback für den Arbeitgeber und insofern bleibe ich meinem aktuellen Arbeitgeber auf weiteres treu.

Auch weil die gegebene Flexibilität ermöglicht dass wir vier Wochen an die Ostsee fahren, statt drei und ja, wir sind uns des Privileges zweier „erschnorrter“ (wie mein Vater sagen würde, würde er noch leben, was er nicht tut weil er die Treppe heruntergefallen ist in 2019 und dass wahrscheinlich betrunken) Urlaube am Meer im Ferienhaus der Familie bewusst, in Zeiten in denen andere nicht mal einen Job haben. Fairerweise sei gesagt dass die Bahnfahrten mit einem Kind über 16 allerdings echt ins Budget gehen inzwischen, also in dass was nicht existiert, weil die Spülmaschinen von heute nicht auf die Belastung einer Großfamilie ausgelegt sind (es ist die dritte in 11 Jahren) und jetzt isses ja doch wieder ein Jammerpost und eigentlich blogge ich genau deswegen aktuell so wenig, weil ich dann wie so n Alman klinge mit „Mein Rücken, meine Finanzen, mein Job“-mimimi.

Entschuldigung.

Jetzt überleg ich schon ob ich diesen Post überhaupt abschicke, aber noch mehr Entwürfe sammeln, wie angefangene Projekte im Keller, mag ich dann auch nicht. Achso, die räume ich aber wenigstens auf und dass wiederum fühlt sich gut an und ich mag mir garnicht vorstellen was wäre, würden da in den Keller in dem auch der große Sohn schläft, plötzlich 1000e Liter Wasser in Minuten laufen und jetzt bin ich doch wieder traurig und gehe ins Bett.

Gute Nacht.