Shootout in Dingstown

Im Tausch gegen einen Satz Miniaturen von Mr Hurley und den Pulveraffen hat mir Axel von Dingstown einmal die Grundregeln und die Miniatur von Sheriff JimJohn zukommen lassen. Aus der Tabletop Network Gruppe auf FB gibt es zu Dingstown auch eine „Lektion„, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Shootout in Dingstown“ ist ein deutschsprachiges Skirmish-Regelwerk und entführt Euch in die Welt des Wilden Westens oder dorthin, wo Schusswaffen sprechen.Zwei bis vier Spieler führen ihre Banden, die aus je sechs bis acht Figuren bestehen, in bleihaltige Schusswechsel oder vorgegebene Missionen, z.B. Entführungen, Banküberfälle oder die Befreiung von Gefangenen.

Natürlich könnt Ihr Euch auch eigene Missionen ausdenken, Anregungen für Szenarien gibt es auf der Webseite dingstown.de.

Als Spielmaterial werden neben dem Regelbuch ein W10, ein Skatkartenspiel und ein Maßband sowie natürlich Figuren und Gebäude bzw. Gelände benötigt.

Die Grundregeln sind einfach gehalten und schnell lernbar, nach wenigen Minuten Einführung kann es losgehen.Wem das nicht reicht, dem steht im Regelbuch eine Auswahl optionaler Sonderregeln zur Verfügung, um mehr Atmosphäre ins Spiel zu bringen oder den Lieblingscharakter in mehreren Spielen vom einfachen Greenhorn bis zum Revolverhelden aufsteigen zu lassen.

Die Aktivierung der einzelnen Figuren erfolgt zufällig über Spielkarten: Jede Bande erhält eine Kartenfarbe und für jede Figur eine Karte. Die Karten werden gemischt und die oberste Karte aufgedeckt – der Spieler der gezogenen Farbe darf dann eine beliebige Figur aktivieren, die zwei Aktionen (Handlungen) ausführen darf.Neben klassischen Aktionen wie Bewegen, Zielen oder schießen, können auch Hinterhalte gelegt werden.

Was unterscheidet die Regeln von „Shootout in Dingstown“ von anderen Spielen?

Alle Schussmodifikationen (Entfernung, Deckung, Bewegung usw.) werden in den Trefferwurf des Schützen eingerechnet. Trifft er nicht, wird einfach weitergespielt. Trifft er, hat der Getroffene einen Standard-Ausweichenwurf – misslingt dieser, ist er tot. Es kann also schnell recht blutig werden.Spielmarker (Kopiervorlagen im Buch oder MDF-Marker aus dem Dingstown-Store) dienen zur Darstellung besonderer Aktionen einer Figur wie Zielen, Feuerbereitschaft (Hinterhalt), Rennen oder ungeladene bzw. defekte Waffen. Entfernungen dürfen vor dem Schuss nicht gemessen werden, was bei Waffen mit kurzer Reichweite, wie Pistolen, knifflig werden kann. Auch das Springen von einem Gebäude zum nächsten ist möglich, erfordert in bestimmten Situationen jedoch einen W10-Wurf. Wird diesen Wurf nicht geschafft, muss das Resultat auf der Versagertabelle ausgewürfelt werden.Für Steampunk-Fans oder für Gefechte mit modernen Waffen gibt es Regeln für „Experimentalwaffen“, so dass auch Maschinengewehre und –pistolen oder Flammenwerfer zum Einsatz kommen können, die sich ebenso gut für SciFi-Szenarien eignen.

Einen Beispiel-Spielzug findet Ihr auf der Webseite dingstown.de unter der Rubrik „Downloads“, die auch viel interessantes Material enthält, z.B. Pferdemarker, Bandenkarten, Spielmarker und neue Szenarien.Die Regeln sind bestens geeignet, um Scharmützel bewaffneter Gruppen an diversen Schauplätzen ab dem 17. Jahrhundert auszutragen. Möglich sind z.B. Piratenüberfälle, Kämpfe zwischen Kolonialtruppen, Sklavenhändlern, Abenteurern oder Ureinwohnern in Afrika, Stoßtrupps im amerikanischen Bürgerkrieg oder Straßenschlachten mit Aufrührern in New York.

Überall, wo kleine Banden sich befehden, können die Shootout-Regeln eingesetzt werden und damit mal wieder Miniaturen aus der Vitrine geholt werden, die schon länger keinen Einsatz mehr erlebt haben.

Für Eure Spiele können Figuren jeglicher Hersteller verwendet werden. Die Regeln sind auf 28mm-Figuren ausgelegt, es gibt im Buch aber eine Tabelle, um Entfernungen für andere Maßstäbe umzurechnen, z.B. 20mm oder 75mm (zum Beispiel Playmobil).Das 112 Seiten starke, vollfarbige Softcover-Regelbuch in DIN A4 enthält die Spielregeln (unterteilt in Grundregeln und optionale Sonderregeln), viele Beispiele und Spieltipps, fünf vorbereitete Szenarien, Kopiervorlagen für Übersichtsblätter und Spielmarker, ein Inhalts- und ein Stichwortverzeichnis sowie zahlreiche Fotos.

Neben dem Grundregelbuch gibt es das Ergänzungsregelbuch „Zombies in Dingstown & Solo-Regeln“.

Mit den Soloregeln kann jeder, der gerade keinen Mitspieler findet, Gefechte gegen den Spielmechanismus austragen. Die separaten Regeln für Untote aller Art verfeinern die Zombieregeln aus dem Grundregelwerk und führen spezielle Fähigkeiten für einzelne Kreaturen der Nacht ein, z.B. infektiöse Bisse oder körperlose Wesen, die durch Wände gehen können.

Auf YouTube gibt es ein kurzes Video mit der Vorführung von ein paar Spielzügen nach den Solo- und Zombieregeln

Wer noch mehr zum Hintergrund und der Entstehung von „Dingstown“ erfahren möchte, kann sich den Podcast der Diceonauts mit dem Autor anhören.

Die Links zu weiteren Onlinebeiträgen findet Ihr auf www.dingstown.de/downloads.

Im Dingstown-Store auf dingstown.de gibt es noch diverses hilfreiches Spielmaterial und das Taschenbuch „Banditen in Dingstown“ mit einer kurzweilgien Westerngeschichte aus Dingstown.

In der Dingstown-Gruppe auf Facebook könnt Ihr Euch mit anderen „Dingstownern“ austauschen.

Bei Fragen wendet Euch gerne an shootout@dingstown.de.