Warum alte Technik manchmal geiler ist

Wir hatten im Ferienhaus meiner Großeltern seit Ewigkeiten eine Krups Brotschneidemaschine (bzw einen Krups 370 Allesschneider) in weiß.

Wir mochten die immer sehr gerne, weil sie wirklich alles geschnitten hat, kompakt war und unzerstörbar.

Als das Haus neu gebaut wurde, haben meine Eltern den (leider) entsorgt.

Jetzt hab ich letzte Woche mal eBay durchgesucht und eine orangene gebrauchte Krups für n „Ok“en Preis (ca 20 Euro) gefunden und zugeschlagen. Kam an, war gut verpackt, bisschen „bazig“ natürlich. Und funktionierte kurz und dann nicht mehr.

Geflucht. Aufgeschraubt und mit fünf Schrauben komplett zerlegt, gereinigt, das Kabel verkürzt und den Kabelbruch beseitigt, Schneidmesser geputzt und nachgeschliffen. Alles wieder zusammengesetzt. Funktioniert.

Also, Nils, warum sind alte Maschinen manchmal besser? Weil ich eben nichts verklebtes da drin habe – da ist alles mit Schrauben gemacht, nur das nötigste gelötet, keine „smarten“ Komponenten, nichts.

Jedes der Teile findet man, mit ein bisschen Suchen, auf eBay oder im Netz als Ersatzteil.

Man muss keine kleinen Klammern lösen mit einem iFixit Kit, alles ist sauber verschraubt. Das Gehäuse ist haltbar und nicht so flimsy.

<3

Na gut, den Knopf hab ich noch nicht repariert bekommen und keinen neuen gefunden, da muss ich noch mal ran.

Die Reaktionen waren auf Twitter auch super – da gibt es Menschen die ihren Krups Allesschneider der Eltern noch haben. Geplante Obsoleszenz mein Arsch.