Brettspiel…

Neulich bestellte ich bei Zooplus Katzenfutter für Phoebe und ein Leuchthalsband für Tiffi, als mir auffiel, dass ich schon wieder ganz schön viele Bonuspunkte gesammelt hatte. Also stöberte ich ein bisschen durch die Prämien und entschied mich für ein Brettspiel für den Hund.

Heute kam das Paket an und ich war natürlich sehr neugierig und wollte das Spiel gleich mal ausprobieren. Nur reden wir bei Tiffi zwar von einem durchaus intellegenten Hund, aber eben auch von einem Hund, der grundsätzlich alles Fremde und Neue fürchtet. Zudem wisst ihr, die ihr unserem Blog aufmerksam folgt, dass Tiffi Leckerlis zwar gerne mag, allem was damit zu tun hat aber auch ein bisschen misstraut, weil sie mit Leckerlis oder Wurststückchen vom Hundefänger gelockt wurde, der dann mit der Drahtschlinge ihren Hals verfehlte und ihr den Nasensteg durchtrennte.

Also setzte ich mich ganz entspannt mit dem Brettspiel und einer Dose Minifrikadellen auf den Wohnzimmerboden und genehmigte mir erstmal genüsslich eine Frikadelle. Dann rief ich Tiffi zu mir und gab ihr das erste Stück aus der Hand. Das zweite Stück legte ich mittig auf das Brettspiel. Und da war auch schon die erste Hürde. Tiffi wanderte drei Runden durch das Wohnzimmer und kauerte sich dann unglücklich auf ihrem Bett zusammen.

Ich rückte also ein Stück von dem Brett weg und rief sie erneut. Nun wagte sie es und holte sich die Leckerei. Nach ein paar Erfolgen erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad und legte die Frikadellenfetzen in die Vertiefungen.

Bis dahin ohne die Schuber zum verschließen der Öffnungen auch nur zu berühren. Tiffi holte sich ein Stück nach dem anderen und wurde sogar so mutig, dass sie darauf verzichtete nach jedem Stück auf ihr Bett zurück zu weichen. Mit aufgestellten Ohren und wedelndem Schwanz stand sie neben mir und beobachtete das Brett und meine Hände.

Ich legte das nächste Stück in die Vertiefung, verschloss langsam dem Schuber, öffnete ihn wieder und lies sie das Leckerchen nehmen. Beim nächsten mal lies ich den Schuber zu. Tiffi schnüffelte aufgeregt daran und erst dann öffnete ich ihn wieder, damit sie die Belohnung nehmen konnte. Und das war erstmal alles. Ich beendete die Übung mit einem einfachen Platz, was Tiffi kurz aus dem Konzept brachte, nach einer kurzen Flucht ins Bett, im zweiten Anlauf aber gut klappte und räumte die Utensilien weg.

Danach wurde ausgiebig gekuschelt und es gab eine Dose Ente mit Schinken und Spinatravioli zu, Abendessen.

Ich bin sehr gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis wir dem eigentlichen Zweck des Bretts (Hund findet Leckerchen und öffnet Schuber mit Schnauze) auch nur nahe kommen.

Eine Antwort auf „Brettspiel…“

  1. Ich erkenne in Tiffy hier auch Socke, die vor solchen Spielen auch Angst hat und die man an solche Dinge heranführen muss. Sobald etwas klackt oder wegrutscht hat sie Angst und geht. Viele Spiele, wie den Kong Wobber oder das Ufo mussten hier wieder ausziehen. Da half leider auch kein kleinschrittiges Üben. Gut mit Frikadellen vielleicht, aber die gibt es für Socke nicht… ;o)

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    PS. Wir haben Dich zum Mystery Blogger Award nominiert. Natürlich ist die Telnahme freiwillig, doch würde mich ein Beitrag von Dir sehr freuen.

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