Der Esel und das Mäuschen…

 Liebe Blogleserinnen und Blogleser, 

Neulich begleitete meine Mutter Tiffy und mich bei unserem mittwöchlichen Spaziergang mit Sheppi. Während ich Shep reinbrachte wollte meine Mutter Tiffy schon mal ihr Geschirr anziehen.

Ich hörte, wie sie Tiffy aufforderte sich zu setzen und dabei immer strenger wurde. 

„Nicht so böse! Du musst freundlicher mit ihr reden, sonst funktioniert das nicht.“

„Du hast vorhin doch auch so streng mit ihr geredet!“

„Da hat sie nicht gehorcht, weil sie stur war und keine Lust hatte. Jetzt gehorcht sie nicht, weil sie verunsichert ist.“

„Und wie erkennt man da bitte den Unterschied?“

Ich habe zu tun!

Der sture Esel:


Das ist eine sehr gute Frage. Grundsätzlich gibt es bei Tiffy tatsächlich nur zwei Gründe für Befehlsverweigerung. Entweder Angst, oder Dickschädeligkeit. Beide auseinander zu halten mag für außenstehende recht schwierig sein. Ich finde es eigentlich sehr deutlich.

Tiffy verweigert einen Befehl, weil sie gerade etwas besseres zu tun hat oder einfach keine Lust. Oftmals steckt sie dabei bis über die Ohren in einem Mauseloch, gräbt die Wiese um oder rennt mit Karacho ins Unterholz. 

Ihre Ohren stehen dabei komplett vom Kopf ab (ausser bei der Mauselochversion, da sieht man die nicht). Ihr Schwanz ist gerade nach hinten ausgerichtet und die Brust geschwellt. Ein Ohr zuckt unwillig in meine Richtung, der Blick bleibt aber von mir abgewandt bzw. auf das Ziel gerichtet. Grundsätzlich ist Tiffy eh nur dann zu stur einem Befehl zu folgen, wenn sie einen aus ihrer Sicht guten Grund hat. Zum Beispiel etwas interessantes zwischen den Bäumen, eine Maus oder ein wichtiges Loch, dass geöffnet werden muss.

Ich weiß nicht ob das so gut ist…

Das Mäuslein:

Tiffy verweigert einen Befehl, weil sie Angst hat. Im Vorfeld steht oftmals eine verunsichernde Situation, ein zu grober Befehl, eine zu schnelle, zu weit ausgreifende Armbewegung. Ebenso kann es auch eine neue Situation oder ein noch nicht so bekannter Befehl sein.

In diesem Fall sind die Ohren angelegt, der Schwanz eher tief. Reaktion auf den Befehl können Beschwichtigungsversuche sein. Schnauze lecken, tiefes wedeln usw. Ebenso kann es sein, vor allem bei neuen Situationen oder Befehlen, dass sie versucht die Spannung durch herumalbern zu lösen. Eine Spielaufforderung macht und dann im Kreis um mich herumrennt oder sich hinsetzt und mir die Pfote anbietet um den unbequemen Befehl zu ersetzen.

Grundsätzlich läuft da viel nach Gefühl und je nachdem mit welchem Hintergrund Tiffy einen Befehl verweigert, fällt meine Reaktion eher streng oder eher besänftigend aus. 

Wie ist das bei euren Hunden? Gibt es unterschiede warum Befehle befolgt werden oder nicht?

Liebe Grüße,

Karen und Tiffy

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