Die Sache mit dem Hundefutter Teil 3…

(Der Blogartikel enthält Namen von Produkten und weiterführende Links zu Onlineshops. Die Produkte wurden der Verfasserin weder kostenfrei oder reduziert zur Verfügung gestellt noch besteht irgendeine Art von Werbevertrag mit den Herstellern. Es handelt sich lediglich um persönliche Erfahrungsberichte.)

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute geht es Mal wieder um das Thema Fütterung.

Dazu gab es früher schonmal Beiträge, und zwar:

Das Thema bleibt im Zusammenleben mit Tiffy aber immer ein Dauerbrenner. Prinzessin Hund frisst nämlich nicht unbedingt Alles und hat sehr genaue Vorstellungen von der Zubereitung bestimmter Lebensmittel. Zum anderen ist es aufgrund ihrer Arthrose wichtig, dass sie bestimmte Nährstoffe, Vitamine und Mineralien in ausreichender Menge erhält. Dazu kommt noch, dass jedes Gramm, dass sie zu viel auf den Rippen hat auch ein Gramm ist, dass ihren Ellbogen zusätzlich belastet und das Fortschreiten der Erkrankung zusätzlich beschleunigt.

Auf ihrer Pflegestelle wurde Tiffy gebarft. Als ich sie übernommen habe, wollte ich ihren Ernährungsplan erstmal genauso weiterführen. Ich kaufte also fleißig Fleisch ein, bereitete Gemüseportionen vor, die ich einfror und dann kam der Hund. Und egal was ich auch versuchte, Tiffy rührte die BARF-mahlzeiten nicht an. Also fütterte ich ihr eine hochwertige Nassfutterdose, die mir eine Freundin gab. Und das war für Tiffy das absolut Größte. Nassfutter aus der Dose, wegen Tiffy gerne auch ein Leben lang.

Mäkelbären sortieren auch mal aus.

Wir einigten uns also erstmal auf einen Kompromiss. Ich kaufte ihr hochwertige Reinfleischdosen und sie bekam quasi BARF ohne R. Also Gemüseflocken, Öle, Futterzusätze und eben Reinfleisch aus der Dose von Lunderland oder Hermanns. Menüdosen wurden das Äquivalent zur Tiefkühlpizza bzw. zum Lieferdienst, wenn es schnell gehen musste oder wenn wir unterwegs waren.

Im Februar 2019 besuchte ich mit Tiffy erstmals eine Physiotherapeutin, da sie zu diesem Zeitpunkt ein deutlich verschlechtertes Gangbild zeigte. Es war noch nicht gesichert, dass sie eine Arthrose hatte, der Verdacht lag aber bereits vor. Die Physiotherapeutin wollte unter Anderem gerne bei der Ernährung ansetzen und entwickelte einen Ernährungsplan. Zudem riet sie mir, wenn irgendwie möglich wieder auf BARF umzustellen, da diese Ernährungsart besser geeignet sei den speziellen Bedarf eines erkrankten Hundes zu decken.

Da Tiffys neuer Ernährungsplan unter Anderem die regelmäßige Fütterung von frischem Blut vorsah, machte ich mich auf die Suche. In den ortsnahen Tierfutterläden, die eine größere Auswahl an BARF Fleisch und Zubehör anbieten wurde ich leider nicht fündig. Also recherchierte ich Online und bei Frostfutter Perleberg war ich schließlich erfolgreich. Da es sich aber natürlich nicht lohnt für einen Liter gefrorenes Rinderblut extra eine Bestellung aufzugeben, packte ich auch noch ein paar Rohfleisch Produkte in den Warenkorb von denen ich hoffte, dass Tiffy sie mögen könnte. Hauptsächlich fein gewolftes Fleisch von Rind und Huhn, ein paar Hühnerhälse, ein paar Fleischige Knorpel und Knochen.

Auch Blut kann hübsch verarbeitet werden.

Auf einen Tipp der Ernährungsberaterin hin, begann ich Reinfleisch aus der Dose mit Rohfleisch zu mischen. Am Anfang gab es 100g Dosenfleisch und 50g Rohfleisch gemischt und Tiffy nahm das super an. Und dann reduzierte ich langsam den Anteil an Dosenfleisch und erhöhte die Rohfleischkomponente. Und es klappte tatsächlich. Irgendwann konnte ich das Reinfleisch weglassen und Tiffy futterte ihr BARF mit sichtlichem Genuss. Das einzige, was mich ein wenig störte war, dass das Fleisch in 500g Würsten oder im Kilo Pack kam. Ich musste es also jeweils zumindest teilweise auftauen, passend portionieren und dann wieder einfrieren. Da ich aber nur eine begrenzte Zahl von kleinen Dosen zur Verfügung hatte, gab es dann immer über einen gewissen Zeitraum nur das gleiche zu fressen, bevor ich wechseln konnte.

Sheps Besitzerin riet mir dann, doch mal den Fresco Shop zu besuchen. Sie hatte dort für Shep die Trockenbarf-Pallets bestellt, da er im Sommer nicht so gut frisst und er diese besser annahm als sein übliches Futter. Der Vorteil bei Fresco ist, dass das BARF Fleisch gewürfelt gefroren ist, man also die benötigte Menge direkt aus dem Tiefkühlschrank entnehmen kann, ohne den kompletten Beutel aufzutauen. Zudem kann ich immer gleich noch Menüdosen für die Futternotfälle oder Reisen mitbestellen, da Tiffy diese sehr gerne frisst und gut verträgt und auch das Sortiment an Leckerlis und Kauartikeln spricht meinen Mäkelbären sehr an.

Vorratsbestellung

Trotzdem habe ich bezüglich des Rohfleischs kürzlich wieder zu Frostfutter Perleberg zurück gewechselt. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist da der Preis. Ich zahle für die gleiche Fleischmenge bei Fresco fast das doppelte von dem, was ich bei Perleberg zahle. Zum anderen ist Perleberg nach wie vor der einzige Hersteller, bei dem ich frisches, gefrorenes Tierblut gefunden habe. Und zuletzt und zugleich für mich aber mit am wichtigsten, war mir die Auswahl bei Fresco nicht groß genug. Tiffy soll aufgrund ihrer Arthrose relativ viel Fisch essen. Sie mag Fisch grundlegen aber eigentlich gar nicht so gerne. Den gewolften Lachs und den gewolften Fisch Mix von Perleberg futtert sie aber gerne. Auch kann ich bei Perleberg vom ganz fein gewolften Fleisch bis hin zum Kilo Ziege mit Knorpel und Knochen am Stück quasi alle Größen bekommen. Bei Fresco sind die Stückgrößen durch die Würfelform natürlich limitiert. Auch bietet Fresco keine rohen fleischigen Knochen (RFK) sondern nur gemahlene Knochen in Würfelform.

So ein Stück Ziege will zerlegt werden.

Zu Beginn hat Tiffy eh nur gewolftes Rohfleisch gefressen. Je feiner, desto besser. Ich habe schon öfter mal gehört, dass dies wohl etwas ist, dass relativ viele Angsthunde gemeinsam haben. Inzwischen ist sie aber durchaus auch bereit größere Fleischstücke oder fleischige Knochen an sich zu nehmen und zu bearbeiten. Ich halte dies für sinnvoll, weil sie dann ihre Zähne richtig einsetzen muss und ein bisschen für ihr Futter arbeitet und es nicht einfach nur wie Brei in sich reinschlürft.

Deshalb werde ich zukünftig bei Fresco weiter die Menüdosen bestellen, da die Auswahl hier wirklich riesig ist und Tiffy alle Sorten gerne mag. Auch bei den Kauartikeln werde ich bei Fresco bleiben, da auch diese meiner wählerischen Hundedame am ehesten Munden.

Das Auge isst mit.

Bezüglich des Rohfleischs und der Knochen werde ich mein Vertrauen aber weiter in Frostfutter Perleberg setzen. Inzwischen besitze ich auch eine ansehnliche Sammlung billiger Plastikdosen mit Deckel in verschiedenen Größen, um Fleisch und Innereien zu portionieren und bestelle zugleich nach Möglichkeit eher die 500g Portionen, auch wenn diese mich oft etwas teurer kommen. So kann ich für regelmäßige Abwechslung im Speiseplan sorgen.

Viele Grüße,

Karen und Tiffy

Eine Antwort auf „Die Sache mit dem Hundefutter Teil 3…“

  1. Wir füttern ja wirklich total gemischt – sind aber sehr froh, dass wir für unser Fleisch jetzt einen Hersteller gefunden haben, der sogar bei uns in der Nähe ist … so können wir dort im Werksverkauf alles holen was wir brauchen. Das Gute ist, das die Produkte auch bei einigen Händlern erhältlich sind – falls wir mal nicht fahren könnten.

    Bei Cara und Shadow haben wir viel Glück – die Beiden sind nicht sehr wählerisch und futtern (fast) alles. Da haten wir auch schon andere Hunde – und mussten uns manchmal mit einigen Tricks behelfen (sei es Würstchenwasser, gehobelter Käse oder das Zwischenparken von Futterschüsslen in der Mikrowelle)!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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