Die Sache mit den Tabletten…

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

lange habe ich nicht mehr so viel entsetzte Rückmeldungen und gut gemeinte Ratschläge erhalten wie in den letzten zwei Tagen. Und warum das alles? Weil ich bei Twitter ein Video gepostet habe wie Tiffy ihre morgendliche Schmerztablette frisst.

Das Video des Anstoßes…

Was man auf dem Video sieht:

  1. Ich halte Tiffy ihre Tablette hin
  2. Ich stecke Tiffy die Tablette ins Maul
  3. Ich reibe Tiffys Kinn bis sie kaut und schluckt
  4. Tiffy guckt mich dabei traurig an

Was man augenscheinlich in das Video hineininterpretieren kann:

  1. Miese, fiese Hundequälerei
  2. Besitzerin liebt Hund nicht genug, um ihm Leberwurst zu gönnen
  3. Hund erstickt fast an trockener Tablette
  4. Schwere Hundetraumatisierung
  5. Wie kann man einen Hund so sehr hassen

Auch wenn es den ein oder anderen überraschen mag, ist es mir durchaus ein Anliegen, dass Tiffy sich wohl fühlt. Ich würde ihr die Tablette viel lieber mit Leberwurst oder Wiener geben. Aber aus bestimmten Gründen funktioniert das leider nicht.

Als Tiffy die ersten Male Tabletten nehmen musste, habe ich ihr diese in eine Leberwurstkugel gerollt, mich gefreut, dass sie diese so schnell und problemlos futtert und die Sache war für mich erledigt. Bis ich ein paar Tage später ihr Bett ausgeschüttelt habe und dabei gleich mehrere Tabletten in verschiedenen Zersetzungszustand unter dem Kopfkissen, in ihrer Kuscheldecke und in den Bettritzen gefunden habe. Ich konnte mir das erstmal nicht erklären. Ich hatte schließlich gesehen, wie sie die Tabletten gefressen hat… Hatte ich doch, oder?

Bei der nächsten Tablette beobachtete ich also ganz genau. Tiffy nahm die Leberwurstkugel freudig entgegen, schmatzte ein bisschen rum, schluckte und legte sich dann in ihr Bett. Sie schob die Schnauze unter ihren Schmusehund und schloss die Augen (sie schläft oft mit dem Gesicht unter Kissen oder Stofftieren). Ich wartete kurz und ging dann gucken. Nachdem ich Stoffhund und Hundeschnauze angehoben hatte entdeckte ich eine sauber gelutschte, nasse Tablette auf dem Bettbezug.

Tiffy ist grundsätzlich ein Hund mit einem großen „Will top lease.“. Zugleich ist sie aber auch misstrauisch, verflixt schlau und ein verdammter Hundini was sowohl das Thema Entfesselung als auch das Thema Umgehen von unangenehmen Dingen angeht. Sie hat also jedes Mal brav ihre Tablette in Leberwurst genommen, die Leberwurst abgelutscht, sich die Tablette in die Backentasche geschoben und diese bei nächster Möglichkeit unauffällig aus ihrem Maul fallen lassen.

Und genau das ist der Grund, warum sie ihre Tabletten jetzt trocken fressen muss und ich, wenn ich mir nicht 100% sicher bin, dass sie wirklich echt die Tablette geschluckt hat eine intensive Maulkontrolle durchführe.

Die Tablette die Tiffy da jeden morgen fressen muss ist ein Schmerzmittel. Es sorgt dafür, dass sie über den Tag gut laufen kann und wenig Schmerzen in ihrem Arthrose Bein hat. Diese Tablette ist wichtig, weil sie es ihr ermöglicht ein einigermaßen unbeschwertes und fröhliches Leben zu führen, mit anderen Hunden zu spielen und nicht leiden zu müssen. Das kann ich ihr aber nicht erklären und sie kann es auch nicht verstehen. Deshalb ist es meine Verantwortung ihr die Tablette zu geben und dafür zu sorgen, dass sie diese auch frisst. Egal ob sie das großartig findet oder nicht.

Viele Grüße,

eure Karen und Tiffy

2 Antworten auf „Die Sache mit den Tabletten…“

  1. Liebe Karen, ich will ja jetzt nicht mit noch einem Tipp kommen: Aber hast du schon einmal von einer ‚Denervierung‘ was gelesen? Molly hat Arthrose, hinkte links hinten, das war vor 2,5 Jahren. TA gefunden, der das kann, rel. kleiner Eingriff, seither läuft sie ganz normal.

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