Die Wut der Verzweiflung…

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

als Tiffy zu mir kam hatte sie ungefähr 5 schlechte Jahre hinter sich. 5 Jahre in denen Menschen ihr Schlechtes getan haben. 5 Jahre in denen sie gehungert hat, frieren musste, ohne Schutz war und um ihr Leben kämpfte.

Ich versprach ihr also an ihrem ersten Abend, dass ich ihr dafür mindestens doppelt so viele schöne Jahre geben würde. Weil diese Seele von einem Hund es so sehr verdient hat, glücklich zu sein.

Doch langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich mein Versprechen vielleicht nicht halten kann.

Zum einen ist da Arthur, der Tiffy immer wieder Schmerzen verursacht und ihre natürliche Freude an der Bewegung einschränkt. Und natürlich kann es nicht nur eine leichte Arthrose sein, die man gut behandeln kann. Nein. Natürlich muss es eine „End State“ Arthrose sein. Man kann zwar auch hier einiges machen um die Situation zu verbessern und wir scheuen weder Kosten noch Mühen alles Mögliche zu tun, doch letztendlich muss man der Wahrheit ins Auge sehen. Es wird der Tag kommen, an dem nur noch eine komplette Versteifung des Gelenks gegen die Schmerzen helfen wird. Einziger Lichtblick hier ist, dass Tiffys linker Ellbogen, ungewöhnlicherweise vollkommen gesund ist und sie somit gut ausgleichen kann.

Trotz Hinkebein für jedes Abenteuer zu haben.

In der Tierklinik in der ich Tiffy aktuell behandeln lasse geht man übrigens davon aus, dass die Arthrose ein Erbe ihrer Deutschen Schäferhund Vorfahren ist.

Als wäre dies noch nicht genug, entdeckte ich vor drei Tagen bei der Zeckenkontrolle in unserem bayerischen Wald Urlaub, knapp neben Tiffys Brustbein einen kleinen Knubbel. Da ich Mittwoch eh einen Termin in der Tierklinik hatte um das weitere Vorgehen wegen Arthur zu besprechen, lies ich das gleich untersuchen. Die Tierärztin vermutet einen Gesäugetumor. Ich lies also eine Zellprobe entnehmen und warte nun auf das Ergebnis.

So ein lieber Grinsekeks.

Und versuche nicht weiter darüber nachzudenken. Denn sonst schmerzt mein Herz so sehr. Es macht mich so wütend. Nur ist da niemand, auf den ich wütend sein kann. Aber es ist so unfair. Dieser Hund hat so viel gelitten und selber niemals etwas böses getan. Trotz ihrer furchtbaren Angst würde sie eher ihre Zähne verschlucken als einen Menschen zu beissen. Sie versucht immer zu gefallen und man sieht, wie unglücklich sie ist, wenn sie aufgrund ihrer Ängste manche Erwartungen nicht erfüllen, manche Befehle nicht befolgen kann. Wenn ein Mensch Angst vor vor hat, versucht sie verzweifelt zu beschwichtigen und zu gefallen, weil es ihr unbegreiflich ist, dass man sich vor vor fürchten kann.

Einmal so heldenhaft sein wie Tiffy…

So sitze ich also da. Mit Wut und Angst und weiß trotzdem , dass ich weiter alles für meine kleine Maus tun werde, egal wie das Ergebnis der Biopsie ausfallen wird. Vielleicht schaffen wir keine 10 Jahre. Aber wir werden die Zeit, die uns zur Verfügung steht verdammt nochmal gemeinsam genießen.

Eure Karen mit Tiffy

2 Antworten auf „Die Wut der Verzweiflung…“

  1. Ich bin soo furchtbar traurig und muss weinen.Es macht mich sehr sehr traurig wenns der Süssen schlecht geht.
    Ihr beiden Lieben wenn ich euch helfen kann ihrgebt etwas tun kann bitte meldet euch bei mir eure Ukka❤❤❤❤❤❤❤❤

    1. Liebe Ukka,
      Tiffy merkt von dem Tumor zum Glück nix und weiß ja auch nicht was das bedeuten kann.
      Ihr Ellbogen verursacht ihr zwar gelegentlich Schmerzen, davon lässt sie sich aber niemals die Laune verderben.
      Also Weine bitte nicht ihretwegen. Tiffy mag es nicht, wenn Menschen traurig sind. Sie will viel lieber fröhlich sein und tanzen.
      Vielleicht sollten wir uns öfter ein Beispiel an ihr nehmen.

      Viele liebe Grüße,
      Karen und Tiffy ?

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