Bitte nehmen Sie den Hund endlich weg!


Tiffi und ich laufen nach der Arbeit nach Hause. Tiffi ist für ihre Verhältnisse sehr vergnügt, freut sich endlich Feierabend zu haben und vermutlich auf ihr Abendessen. Wir laufen auf dem linken Gehsteig, da Tiffi die etwas nervige Angewohnheit hat nur auf der linken Seite zu laufen und ich so zwischen ihr und der Hauptstraße bin. Es ist ein sonniger Abend und in den Cafés und auf der Straße ist viel Betrieb. Ich sehe eine Frau mit einem etwas kleineren Hund an einem Schaufenster stehen. Sie sieht mich mit Tiffi näher kommen und nimmt die Leine kurz. Erfreut gehe ich weiter. Der Gehsteig ist zwar relativ breit, aber wie schon gesagt sind viele Passanten unterwegs. Ich gehe in normalem Tempo weiter. Tiffi ordnet sich automatisch hinter mir ein, um möglichst viel Abstand zum anderen Hund zu gewinnen und mich als Schutzschild zu benutzen. Als wir die Frau fast erreicht haben höre ich: „Ist das ein Mädl?“ Automatisch nicke ich. Die Alarmglocken in meinem Kopf setzen einen Sekundenbruchteil zu spät ein. Die Leine des anderen Hundes lockert sich bereits, wärend der Satz: „Das ist ein Rüde!“ begleitet von einem wissenden Nicken gesprochen wird. Mein: “ Sie hat aber Angst!“ kommt viel zu spät. Tiffi ist bereits mit eingekniffenem Schwanz an mir vorbei, hat sich umgedreht um den anderen Hund im Auge zu behalten und läuft rückwärts. Der Teufel will es, dass in diesem Augenblick ein Inlineskater aus der Einfahrt hinter ihr herauskommt. Mit einigen geschickten Drehungen und Tanzschritten (was für andere Menschen vermutlich imens dämlich aussieht) lotse ich meine panische Hündin durch die Passanten, ohne dabei komplett in der Leine eingewickelt zu werden, bis zu einer Stelle an der gerade niemand steht. Wärend ich tröstend Tiffis Ohr kraule, bis sie sich wieder etwas beruhigt hat ruft die Frau mir hinterher: „Die hat wohl schlechte Erfahrungen gemacht.“ Ich nicke nur knapp und gehe weiter.
Weil Tiffi sich schnell beruhigt und weil es ein so schöner Tag ist, den ich gänzlich in der Arbeit verbracht habe, beschließe ich mir eine Kugel Eis zu gönnen. Tiffi und ich laufen direkt am Fenster der Eisdiele vorbei und dort ist gerade nichts los. Wärend ich versuche mich für eine Sorte zu entscheiden und der Verkäufer mich erwartungsvoll anschaut höre ich: „Moi, die hat wohl Angst.“ Im gleichen Augenblick sehe ich, aus dem Augenwinkel, dass Tiffi mit eingezwicktem Schwanz ihre Position links von mir verlässt und versucht zwischen meine Beine und das Gebäude zu flüchten. Das ist ausgesprochen untypisch. Ein kurzer Rundumblick zeigt mir einen unangeleinten Hund, der schwanzwedelnd versucht an Tiffis Hinterteil zu gelangen. Die Besitzerin steht daneben, lächelt milde und sagt sanft: „Luke, lass doch. Die hat doch Angst.“ Nach einigen Drehungen meinerseits, um bei Tiffis Ausweichmanövern nicht gefesselt zu werden, geht die Frau weiter und Luke folgt. Ich versuche den Drehwurm loszuwerden, den Eisverkäufer zu fokussieren und endlich mein Eis zu bestellen. Doch schon sehe ich, dass Luke umgedreht hat und wieder auf Tiffi zuläuft. Und da entfährt es mir. Ein leicht genervtes: „Bitte nehmen Sie den Hund endlich weg!“ Hätte ich nach Luke getreten, der Blick hätte nicht entsetzter sein können. Vielleicht, weil Luke doch nur spielen will, vielleicht auch, weil Frauchen gar keine Leine dabei hat (zumindest sehe ich keine). Warum auch immer. Meine Reaktion scheint für die Dame nicht im geringsten verständlich zu sein.

Solche und ähnliche Szenen erleben wir fast täglich und fast täglich frage ich mich warum es einigen Hundehaltern so schwer fällt, die Wünsche anderen Hundehalter zu akzeptieren oder wenigstens nachzufragen ob es okay ist, wenn sie ihren Hund zu meinem lassen.

Ausgesetzt…

Hallo Menschlinge und Hundefreunde,

ihr werdet es mir kaum glauben, aber meine Menschin hat mich ganz hinterhältig und hundsgemein ausgesetzt.

Donnerstag Abend sind wir ein bisschen früher aus der Arbeit gegangen als üblich. Da wir aber auch früher angefangen hatten, war das noch nicht unüblich. Ungewöhnlich war, dass wir dann Zuhause ins Auto gestiegen und weggefahren sind. Als wir bei den Eltern von der Menschin ausgestiegen sind war ich noch ganz entspannt. Wir besuchen ja oft Leute. Ich fand es auch nett, dass die Menschin extra mein Körbchen mitgenommen hatte. Das macht sie normalerweise nicht. 

Wärend die Menschin also mit ihren Eltern geredet hat, habe ich erst mein Abendessen gegessen und dann ein Nickerchen gemacht. Dann ist die Menschin plötzlich aufgestanden und hat sich verabschiedet. Ich bin natürlich sofort aufgestanden und hinterhergelaufen… und dann haben die einfach die Wohnzimmertür zugemacht und die Menschin ist ohne mich gegangen. Einfach so! Ohne mich! Sie hat mich zurückgelassen! Mich ausgesetzt! 

Mit dem eigenen Bett verreisen ist immer noch am besten.

Gut. Das Wochenende war eigentlich ziemlich schön. Die Menschin-Eltern sind ganz viel mit mir Draußen gewesen, ich habe zweimal am Tag leckeres Menü bekommen und nicht das Baukastenzeug mit den Gemüseflocken, das die Menschin immer für mich zusammenrührt. Ausserdem war ich fast nie alleine, wurde ganz viel gestreichelt und habe tolle Leckerlis bekommen. Es kamen sogar extra ein paar Leute und eine neue Hundefreundin um mich zu sehen.

Wenn man traurig genug guckt, darf man auf der Couch liegen bleiben.

Aber trotzdem…. mich einfach so abzugeben… ohne Vorwarnung. 

Das nächste mal gehe ich einfach weg und lasse die Menschin irgendwo zurück. Dann will ich mal sehen wie die guckt. (Anmerkung der Menschin: Vermutlich ziemlich überrascht. Seit dem Ostersonntagsvorfall habe ich Madame noch nicht wieder ohne Leine laufen lassen.)

Eure Tiffi

Zecken…

Letzte Nacht war eine unruhige Nacht. Tiffi rumorte im 1. Stock herum. Ich hörte wie sie auf die Couch in meinem Arbeitszimmer kletterte, wieder herunter sprang, herumlief usw. Gegen halb Drei wachte ich auf, weil sie wieder herumstromerte, ihren Ziemer von der Couch warf… ich holte sie also ins Schlafzimmer und schickte sie dort in ihr Hundebett. (Die Türen sind offen. Sie kann jederzeit ins Schlafzimmer kommen, traut sich aber alleine nicht so richtig.) Es dauerte nicht lange, bis sie auch im Schlafzimmer anfing zu wandern. Sie legte sich auf den Boden, wechselte immer wieder die Position. Ich dachte zunächst, dass sie vielleicht Rückenschmerzen hat und deshalb keine bequeme Liegeposition finden konnte.

Morgens beim Gassi gehen beobachtete ich Tiffi genau. Aber sie lief ganz normal und schien keine Schmerzen bei Bewegung zu haben. Sie rührte allerdings ihr Frühstück kaum an.

Mit etwas blödem Gefühl ging ich mit Tiffi in die Arbeit. Langer Dienstag mit einem vielleicht kranken Hund, noch dazu in der Woche, bevor wir ohne sie wegfahren und sie bei meinen Eltern bleibt.

Trotz allem musste ich wie jeden Dienstag vormittag zum Jugendamt um die Post aus unserem Fach zu holen und Tiffi blieb so lange alleine in meinem Büro. Als ich zurückkam begrüßtensie mich an der Tür. Das ist eher untypisch, da sie sich in der Arbeit die Mühe eigentlich nicht mehr macht, da ich oft rausgehe und reinkomme. Zudem war ich gerade mal eine halbe Stunde weg.

Als Tiffi mir entgegenkam fiel mir sofort ein nasser Fleck in ihrem Fell am linken Vorderbein auf. Eine kurze Untersuchung und ich fand endlich den Stein des Anstoßes. Eine fiese, kleine Zecke hatte sich in meinen Hund verbissen. Und weil ich es nicht gemerkt hatte, hat Tiffi eben versucht sich selbst um das Problem zu kümmern. An dem Zeckenkopf hingen nur noch ein paar Fetzen Körper und der Biss war bereits dick und entzündet. Da der Zeckenhaken, den ich als Schlüsselanhänger nutze, somit leider nutzlos war, arbeitete ich die Zeckenreste vorsichtig mit den Fingernägeln heraus. 

Zum Glück habe ich eine Flasche Ballistol in meinem Büro stehen und konnte den Biss gleich desinfizieren. Aber letzendlich ist es doch erstaunlich, wie viel Ärger so ein kleines Biest verursachen kann. 

Nachdem die Zecke raus war, hat Tiffi erstmal ihr Schlafdefizit aufgeholt. Heute Abend hat sie auch wieder mit großem Appetit gegessen.

10 Fragen, die man Hunden nicht stellt…

 
Hallo Menschlinge und Hundefreunde,
wenn wir nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen, liegen die Menschin und ich oft zusammen auf dem Wohnzimmerboden und lesen Hundeblogs. Vor kurzem hat die Menschin mir den Beitrag von Moe & Me vorgelesen. „10 Fragen, die man Hundehaltern nicht stellt.“ Die Menschin und ich haben uns darüber sehr amüsiert. 
Aber wisst ihr, auch uns Hunden werden viele Fragen gestellt und manche davon sind echt Quark… ne… Quark mag ich ja… also manche davon sind echt Zucchini.

Frage 1: „Hast du etwa Angst?“

Warum fragen die Menschen sowas? Wenn ich meinen Schwanz unter dem Bauch habe, geduckt dastehe, versuche mich hinter der Menschin zu verstecken oder vor lauter Entsetzen platt auf dem Gehsteig liege und versuche im Pflaster zu verschwinden, kann man sich die Frage doch sparen. Natürlich habe ich Angst. Was denken die denn? Und meine Angst wird sicher nicht weniger, wenn sich fremde Menschen über mich beugen und mich ansprechen.

Frage 2: „Magst du ein Leckerli?“

Was erwarten die Menschen, wenn sie mich sowas fragen? Natürlich mag ich ein Leckerli. Das können die mir doch bitte einfach hinlegen und sich still einige Schritte entfernen. Ich traue mich sonst nämlich nicht das zu essen, wenn es nicht von einer Person kommt, die ich sehr gut kenne.

Frage 3: „Willst du Gassi gehen?“

Diese meistens von der Menschin gestellte Frage ist doch echt dämlich. Was denkt die Menschin denn, warum ich sie sonst anstupse, zur Tür laufe, wieder zurückkomme und sie wieder anstupse? Soll ich es ihr vielleicht noch buchstabieren, oder eine Leuchttafel aufhängen?

Frage 4: „Bist du ein feiner Hund?“

Ist das etwa meine Entscheidung? Das müssen die Mensche doch bewerten. Ich gebe mir redlich Mühe ein feiner Hund zu sein. Wenn es nach mir geht… klar bin ich ein feiner Hund!

Frage 5: „Willst du spielen?“

Ne. Ich hüpfe nur so vor dir rum, verbeuge mich, tatze dich an und tanze mit wedelndem Schwanz vor dir rum.

Frage 6: „Ja wer bist du denn?“

Tiffi und du? Vielleicht könnt ihr Menschen mal wie jeder andere auch, aus angemessener Entfernung meinen Geruch aufnehmen, wenn ihr mich kennenlernen wollt? Man muss einem doch nicht immer gleich im Gesicht rumtatschen, wärend man mit quietschiger Stimme komische Fragen stellt. Ihr Menschen habt wirklich keine Manieren.

Frage 7: „Was hast du getan?“

Deine Hausschuhe zerfetzt und weil ich dadurch meinen Willen nicht bekommen habe, habe ich auch noch die vom Menschemann zerbissen. Habt ihr Menschen irgendwie Probleme mit euren Augen?

Frage 8: „Wo ist denn Balu/ Phoebe/ Shep…?“

Selbst wenn ich es wüsste, was meistens der Fall ist, weil ich die Anderen am Geruch orten und/ oder sie hören kann… sehe ich aus wie Lassie? Meinst du, dass ich dreimal belle und du dann weißt, dass ein Kind 3 km nordwestlich von uns in einen Brunnen gefallen ist? Wenn du wissen willst wo die anderen Tiere sind, wirst du sie wohl suchen müssen. Hunde können nämlich nicht sprechen!

Frage 9: „Machen wir einen Ausflug?“

Woher soll ich das wissen? Du machst doch unsere Tagesplanung. Wenn du einen Ausflug geplant hast, werden wir wohl einen machen. Ich kann das Auto nicht fahren. 

Frage 10: „Was kannst du denn?“

Ich kann mit meinem Gebiss einen menschlichen Oberschenkel durchbeißen. Ich kann viel schneller rennen als du. Ich kann mich so unauffällig bewegen, dass ich bereits mit deinem Essen unter meinem Bauch in meinem Bett liege, wenn du noch nichtmal gemerkt hast, dass es verschwunden ist. Aber wenn die Frage darauf abzielt ob ich irgendwelche Tricks kann, lautet die Antwort: „Nö!“ 

Aber das lerne ich schon noch. Schließlich verschwende ich meine Zeit nicht damit rum zulaufen und alberne Fragen zu stellen. Wobei wenn ich jetzt genauer drüber nachdenken, kommen die meisten dieser Fragen von meiner Menschin. 

Naja, zum Glück hab ich die Menschin sehr gern. Daher finde ich es nicht so tragisch, dass sie anscheinend nicht der hellste Hundekeks in der Dose ist. 

Eure Tiffi 

Glückshund

Ich habe in letzter Zeit viele Hundblogs gelesen und dabei festgestellt, dass es viele Hundehalter gibt, die große Schwierigkeiten mit ihren Hunden haben. Seien es nun gesundheitliche Probleme oder Verhaltensstörungen. Und so kam es, dass ich eine Art geistigen Kassensturz machte und die letzten zwei Monate mit Tiffi ein wenig reflektiert.
Als ich mich für Tiffi entschied, entschied ich mich für einen Hund mit nur teilweise bekannter Vorgeschichte. Ich entschied mich für einen Hund, der den Stempel „Angsthund“ mitbrachte.

Ich führte lange Telefonate mit ihrer Pflegestelle und sie beschrieb mir Tiffi als extrem schwierigen Hund. Von der Beschreibung her ging ich davon aus, dass ich einen Hund bekommen würde, der sich kaum anfassen lies und mit dem man nichts unternehmen könnte. Weiterhin wäre jeder Trainingserfolg, den man mit ihr erreicht, sofort zunichte gemacht, wenn man einen Fehler macht, weil Tiffi dann so traumatisiert wäre, dass sie alles vergessen würde.
Kurzzeitig spielte ich nach diesen ersten Informationen mit dem Gedanken, mir lieber einen anderen Hund zu suchen. Ich dachte über mein Leben nach, über all die Aktivitäten, denen ich so nachgehe. Mittelaltermärkte, Schwertkampftraining, Pen an Paper-Rollenspielrunden, Grillabende mit Freunden. Bei mir gibt es kaum ein Wochenende an dem nicht mindestens ein Abend, eher noch zwei Abende mit unterschiedlichen Aktivitäten belegt sind. Außerdem war ganz klar, dass Tiffi auf jeden Fall mit in die Arbeit muss. Wäre dies das richtige Leben für so einen Hund?

Ich besprach mich ausgiebig mit meiner Hundetrainerin. Und bekam von dieser Seite viel Bestärkung. Nachdem ich die Beschreibungen von Tiffi an Elly weitergegeben hatte, war sie sicher, dass wir das zusammen hinbekommen. Außerdem vertrat sie den Standpunkt, dass ein aktives Leben, mit vielen neuen Situationen für diese Hündin genau das Richtige sein könnte. um sie aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen.

Als ich Tiffi persönlich kennenlernte, war für mich ganz klar, dass in diesem Hund sehr viel Potential steckt. Sie war zwar ängstlich, zeigte sich mir gegenüber für ihre Verhältnisse aber sehr offen und zugänglich. Und spätestens als sie so ausgiebig und glücklich mit Shep im Garten der Pflegestelle spielte, war klar, dass ich diesen, genau diesen und keinen anderen Hund haben wollte.
Dennoch waren die Befürchtungen und Sorgen groß als sie einzog. Nur, dass sich diese nicht bestätigten. Tiffi war und ist seit ihrem ersten Tag bei uns ein absoluter Traumhund. Sie geht jeden Tag mit mir in die Arbeit und verhält sich dort vorbildlich. Sie liegt auf ihrer Decke und schläft oder döst vor sich hin. Ab und zu wandert sie ganz leise und unauffällig durch die Büros und schaut ob Jemand sie streicheln möchte. Wenn dem so ist, lässt sie sich streicheln und macht dann ein Nickerchen auf dem Fußboden der Kollegin oder meines Chefs. Wenn keiner Zeit für sie hat oder sie merkt, dass sie nicht erwünscht ist, geht sie wieder auf ihren Platz und wird dort quasi unsichtbar. Gebellt hat sie in der Arbeit noch nie, nicht mal gefiept. Lediglich am Anfang, als sie noch öfter Albträume hatte, hat sie ab und an im Schlaf leise gejammert. Ansonsten hört man von ihr eigentlich nur regelmäßig lautes Schnarchen.
Zuhause ist sie je nach Tagesform zurückhaltend bis aufdringlich. Das darf sie aber auch sein. Schließlich muss sie den ganzen Tag in der Arbeit brav sein. Sie fordert ihre Streicheleinheiten und ihre Spielzeit ein, wie es ihr eben zusteht.
Alleine bleiben ist für Tiffi weder Zuhause noch im Büro ein Problem. Am Anfang hat sie aufmerksam gewartet, bis ich wieder komme. Inzwischen hat sie wohl die Sicherheit, dass ich immer wieder komme und deshalb schläft sie manchmal so tief und fest, dass sie kaum bemerkt, wenn ich mich wieder ins Büro zurückschleiche.
Im Restaurant war Tiffi am Anfang sehr verunsichert, hat aber schnell gemerkt, dass es sie nicht weiter bringt neben dem Tisch zu stehen und uns groß anzustarren. Also legt sie sich hin und schläft, bis wir wieder gehen.
Trotz ihrer Vergangenheit ist sie Menschen gegenüber grundsätzlich offen und freundlich, wenn diese nicht zu schnell auf sie zukommen und sich nicht über sie beugen. Selbst wenn sich Jemand so verhält, wird sie niemals aggressiv, sondern flüchtet einfach nur aus der Situation und sucht sich ein Versteck.
Das alles heißt nicht, dass ich nicht meine Problemchen mit ihr habe. Bisher konnten wir noch nicht mit aktivem Hundeschultraining anfangen, weil der Trainingsplatz sie so sehr einschüchtert, dass sie nur noch nach einem Fluchtweg sucht. Sitz und Platz konnte ich ihr bisher noch nicht beibringen, obwohl ich es wirklich versucht habe. Leider ist für Tiffi jede Situation in der ich etwas von ihr verlange, dass sie nicht sofort begreift, ein Auslöser um sich in ihrem Bett zu verkriechen oder sich, wenn kein Bett zur Verfügung steht, ängstlich in ihr Geschirr zu werfen oder zu flüchten. Auch der Versuch zufälliges Verhalten mit dem Befehl zu verknüpfen war bisher nicht erfolgreich. Sie bekommt die Verknüpfung einfach noch nicht hin. Wenn Tiffi frustriert ist, weil ich nicht aufstehen, wenn sie das möchte, zerstört sie unsere Hausschuhe. (Da sie mir aber als Couchfresserin, Geschirrvernichterin und allgemeine Zerstörerin angepriesen wurde, sind die Hausschuhe ein kleines Übel).
Wie unser „Tiffi ohne Leine“ Experiment verlaufen ist habe ich ja schon mal ausführlich beschrieben. Zudem wird sie nach wie vor oft von anderen Hunden angegangen und ich weiß einfach nicht wie ich richtig reagieren soll. Und wenn ein Fahrradfahrer von hinten auf uns zufährt und ich es nicht rechtzeitig bemerke, liegt Tiffi am Ende der Leine im Feld, Straßengraben, Wald oder sonstigen Untergründen und möchte am liebsten im Boden verschwinden.
Aber diese Problemchen nehme ich gerne in Kauf denn es sind alles Sachen, an denen man gut arbeiten kann.
In der Summe ist Tiffi ein echter Glückshund für mich und ich möchte sie keinen Tag missen. (Gut okay. Ich gebe es zu. Samstag früh um 5.30 Uhr, wenn Tiffi mich darauf hinweist, dass der Menschenmann schon aufgestanden und in die Arbeit gefahren ist und ich doch vielleicht mit ihr Gassi gehen könnte, möchte ich sie ganz kurz ein bisschen missen.)

Rassehunde…

Hallo Menschlinge und Hundefreunde,

erst vor kurzem habe ich herausgefunden, dass meine Freunde alle Rassehunde sind. 
Früher wusste ich nicht mal, dass es sowas gibt. In Rumänien gab es alle möglichen Hunde. Aber reinrassig war da glaube ich keiner. Nun aber bin ich wohl in eine höhere Gesellschaftsschicht aufgestiegen.

Mein Freund Shep ist ein reinrassiger Finnischer Lapphund oder auch Suomenlapinkoira. Sein richtiger Name ist „LongLiveDream Danny de Vito“.

Shep der finnische Trollhund

Mein Kumpel Bran ist ein reinrassiger Labrador und heißt eigentlich „Bruno vom Brandtner Tal“.

Bran der Labra-Thor

Meine kleine Freundin Panda ist ein Islandhund und heißt eigentlich „Chi Panda Stjörnudals“.

Panda das isländische Nagetier

Nachdem ich das herausgefunden hatte, habe ich die Menschin gefragt, was ich eigentlich für eine Rasse bin und wie mein richtiger Name ist. Die Menschin hat mich kurz nachdenklich gemustert und dann gesagt, dass ich eigentlich „Tiffany Runter vom Sofa“ heiße und ein reinrassiges rumänisches Mistvieh bin. Da war ich sehr beruhigt. Ich hatte nämlich schon befürchtet, dass ich für meine Freunde nicht gut genug bin. Aber wenn ich auch ein Rassehund bin, dann ist ja alles in Ordnung.

(Anmerkung der Menschin: Zu meiner Verteidigung möchte ich anmerken, dass Prinzessin Tiffany eine halbe Stunde zuvor meinen Hausschuh zerfetzt hatte.)

Tiffi die reinrassige Komikerin

Eure Tiffi

Hinkebein…

Hallo Menschlinge und Hundefreunde,

letzten Samstag war ein blöder Tag. Als ich morgens mit meiner Menschin spazieren gegangen bin tat mir plötzlich mein rechtes Bein ganz schlimm weh. Die Menschin hat geschaut ob ich mir etwas eingetreten habe und mein Bein abgetastet. Dann haben wir umgedreht und sind nach Hause gegangen. Ich konnte gar nicht richtig auftreten und musste auf drei Beinen hüpfen. Wir haben dann ganz schön lange gebraucht obwohl wir nicht sehr weit von Zuhause weg waren.

Zuhause hat die Menschin dann nochmal mein Bein untersucht, aber das Anfassen und drücken und so war gar nicht schlimm. Nur gehen konnte ich eben nicht.

Ich habe dann ein bisschen geschlafen und wollte danach in den Garten raus. Aber als ich aus meinem Hundebett geklettert bin, konnte ich immer noch nicht richtig auftreten. Also habe ich mich hingesetzt und der Menschin meine Pfote gezeigt, weil ich wollte, dass sie es wieder gut macht. 

Die  Menschin hat mir dann mein Geschirr angezogen und mich ins Auto gesetzt. Nach kurzer Fahrt sind wir ausgestiegen und in ein Gebäude gegangen, in dem es komisch gerochen hat und in dem immer wieder Hunde ängstlich gebellt haben. Andere Tiere hab ich auch gerochen, aber gesehen habe ich sie nicht. 

Wir haben eine Weile gewartet und die Menschin hat mich die ganze Zeit gekrault und mit mir geredet. 

Im Wartezimmer
Dann sind wir mit einer Frau in einen kleinen Raum gegangen. Ich mußte einen Maulkorb anziehen. Ich weiß gar nicht warum. Ich beiße doch keine Menschen. Wenn man Menschen beißt, wird man ganz schlimm verprügelt.
Erst wollte die Frau, dass die Menschin mich auf so einen ganz hohen Tisch hebt. Aber zum Glück hat sie es sich dann anders überlegt und sich zu mir auf den Boden gesetzt. 

Sie hat mein Bein genommen und daran rumgedrückt und alle möglichen Bewegungen gemacht. Ich habe wärenddessen meinen Kopf in den Armen der Menschin vergraben. Die Frau hat gelobt, dass wir so eine tolle Bindung haben, obwohl ich erst seit zwei Monaten bei der Menschin bin. Das war nett. Aber ich übe schließlich auch jeden Tag mit der Menschin. 

Als die Frau mit der Untersuchung fertig war hat sie mit der Menschin gesprochen und dann habe ich eine Spritze bekommen. 

Zuhause habe ich ein bisschen geschlafen und danach hat mein Bein gar nicht mehr wehgetan. Aber Spielen durfte ich trotzdem nicht und als wir abends beim Shep waren, sind Bran und Shep einfach ohne mich Gassi gegangen. Das fand ich so gemein. Ich hab mich in das Hundehimmelbett verkrochen und ein bisschen geschmollt. 

Als die Beiden zurück gekommen sind hab ich Shep gleich erzählt, dass mein Bein verletzt ist und er hat es sehr sorgfältig gewaschen. Da musste ich auch nicht mehr schmollen.

Bevor wir nachts nach Hause gefahren sind, durfte ich mit dem Sheppi wenigstens noch die kleine „Gute-Nacht-Runde“ gehen. 

Ich hoffe mein Bein macht sowas nicht nochmal. Es gefällt mir gar nicht, wenn ich nur rumliegen und nichts machen darf. 

Eure Tiffi 

Dem eigenen Gefühl nicht vertrauen…

Erst heute habe ich den nötigen Abstand um über das Erlebnis letzten Sonntag zu schreiben.

Am Ostersonntag ging ich nachmittags mit Tiffi spazieren. Tiffi lief brav neben mir an der Leine. An einer Stelle sah ich nicht, dass sie noch schnüffeln wollte, ruckte ausversehen an der Leine und fing mir einen ausgesprochen genervten Hundeblick. Und da geschah es. Ohne weiter darüber nachzudenken löste ich den Karabiner vom Sicherheitsgeschirr. Sollte sie halt selber entscheiden, wo sie schnüffeln will und wo nicht.

Doch warum tat ich das? Warum leinte ich meinen Angsthund ab, obwohl ich bereits wusste, dass das nicht funktionieren würde? Nun, der Druck war groß. Ich erhielt immer wieder Nachrichten von Tiffis ehemaligem Pflegefrauchen mit der Frage ob sie denn nun endlich ohne Leine läuft. Schließlich hatte ich ihr doch mehrfach versprochen, dass Tiffi so schnell wie möglich wieder ihre gewohnte Freiheit genießen dürfe. Und mit diesen Gedanken im Kopf, hörte ich auf diesem Feldweg eben nicht auf mein Bauchgefühl, sondern auf mein schlechtes Gewissen.

Als Tiffi merkte, dass die Leine weg war brachte sie erstmal schleunigst einigen Abstand zwischen uns. Ich rief sie und versuchte auf sie zuzugehen. Doch sie wich immer weiter zurück, je weiter ich auf sie zuging und wich schließlich auf ein Feld aus. Ich versuchte Rückwärts näher zu kommen, dass durchschaute sie aber sofort. Ich kniete mich auf den Boden und versuchte sie zu mir zu locken. Keine Reaktion. Sie schnüffelte, lief hin und her und behielt mich dabei immer im Augenwinkel, damit ich mich nicht anschleichen konnte. 

Den Tränen nahe tat ich das einzige was mir noch einfiel. Ich drehte um und begann langsam den Weg zurück zu gehen den wir gekommen waren. Und tatsächlich lief Tiffi mir langsam hinterher. Ich rief sie immer mal wieder und redete ein wenig mit ihr. Sie ordnete sich ein Stück hinter mir auf dem Feldweg ein und trottete gemächlich vor sich hin. Sobald ich jedoch versuchte auf sie zuzugehen flüchtete sie wieder auf das Feld und beäugte mich misstrauisch.

Also ging ich weiter. Ich hatte einen Puls von 180 und keine Ahnung wie das weiter gehen sollte. Wir überquerten die große Straße, die dank des Feiertags nicht sehr stark frequentiert war. Tiffi bewegte sich aus meiner Perspektive in Zeitlupentempo. 5 Minuten später hörte ich plötzlich das Klimpern der Steuer- und Tassomarke nicht mehr hinter mir. (Man kann tatsächlich nur schwerlich eine Strecke von 2 – 3 km durchgehend Rückwärts laufen.) Ich drehte mich also um und der Weg hinter mir war komplett leer. Kein Hundetier weit und breit. Gegen die Panik ankämpfend rief ich nach Tiffi. Nach gefühlten Ewigkeiten, eigentlich aber sofort, sprang sie aus einem nahe gelegenen Gebüsch, fetzte an mir vorbei und rannte mit Vollgas über ein Feld. Das kleine Mistvieh hatte mir einen Streich gespielt und fand sich wohl ziemlich witzig.

Schließlich kamen wir zuhause an. Meine Herzfrequenz steigerte sich nochmal ziemlich massiv, als ich die Haustür aufschloss, beseite trat und den Weg in den Flur frei machte. Tiffi spazierte an mir vorbei und ich klemmte ihr beinahe den Schwanz in der Tür ein, vor lauter Eile sie in Sicherheit zu wissen.

Als wir nun endlich im Haus waren verfluchte ich sie mit sanfter Stimme, während ich sie immer wieder umarmte und streichelte. Am meisten verfluchte ich aber mich selbst. Weil ich meinem Gefühl nicht vertraut hatte und weil das Ganze auch verdammt schief hätte gehen können.

Stress, Stress und noch mehr Stress…

Gestern hatten Tiffi und ich einen schönen Tag bei meinen besten Freunden (Sheps Besitzern) zuhause. Toni und Dani (Brans Besitzer) waren mit Bran da und ein weiterer Freund (kein Hund) und wir Menschen spielten bis spät in die Nacht „Das schwarze Auge“ (ein Pen and Paper Rollenspiel). Tiffi war sehr offen, da sie alle Anwesenden inzwischen kennt. Sie zeigte sogar ihren Futter-Bettel-Tanz, als wir unsere Lieferpizza verspeisten und den zeigt sie nur, wenn sie sich in einer Umgebung sehr sicher fühlt. Ausserdem hat sie mit jedem der Menschen gekuschelt und auf ihre unnachahmlich subtile Art (anstupsen und/ oder anlehnen) nach mehr Streicheleinheiten verlangt, wenn Jemand zu früh aufhörte.

Als wir Nachts nach Hause kamen, kam das böse Erwachen. Nicht für Tiffi, die sich sofort in ihr Hundebett legte, sondern für mich. Ich hörte nämlich ein verdächtiges Zischen aus dem Keller und entdeckte, als ich diesem nachging, dass der Boden des Kellers unter Wasser stand ( zum Glück noch nicht sehr hoch) und heißer Dampf aus einem Rohr kam. Ich weckte also, sehr zu dessen Freude, den Mann und wir schafften es mit viel Mühe, dass kein Dampf mehr austrat und trockneten den Fußboden. Um vier Uhr morgens fiel ich erschöpft ins Bett. Um kurz vor 8 Uhr weckte mich der Mann telefonisch (er war inzwischen in der Arbeit). Er hatte den Heizungsnotdienst erreicht, der bald kommen wollte. Bis dahin musste ich aber noch Bargeld besorgen (ohne Baranzahlung arbeiten die nämlich nicht) und mit Tiffi Gassi gehen.

Gehetzt, gereizt und völlig übermüdet warf ich mich also in die Klamotten und stürmte mit Tiffi über den Waldweg in Richtung Sparkassenfilliale. Nun ist es natürlich so, dass der Angsthund an sich auf Stress eher schlecht reagiert. Noch dazu macht es Tiffi nervös, wenn ich als ihre Bezugsperson und Sicherheitsgeberin gestresst und vor allem ungeduldig bin. Trotzdem und trotz der Tatsache, dass auf dieser Strecke, im Gegensatz zu unserem üblichen Weg, viel mehr Hunde, Fahrräder und Passanten unterwegs waren, lief es recht gut. 

Das liegt sicherlich auch daran, dass ich Tiffi von Anfang an sehr stark gefordert habe. Sie geht jeden Tag mit mir in die Arbeit und muss dort auch mal mein gestresstes Ich aushalten, ich nehme sie mit zu Treffen mit Freunden, ins Restaurant und mute ihr auch sonst einiges zu. Zum Beispiel lasse ich sie von fast jedem streicheln, der mich um Erlaubnis bittet. (Im Gegensatz dazu verbiete ich es immer, wenn Jemand einfach nach ihr greift und gehe dann auch sehr deutlich, körperlich dazwischen. Auch wenn mir das nicht immer Freunde macht.) Ich stehe mit Argusaugen daneben, wenn es eine fremde Person ist, die Tiffi streichelt, gebe auch mal Hinweise, wenn Jemand zum Beispiel versucht ihr mit der flachen Hand auf den Kopf zu tatschen und sich wundert, dass sie sich wegduckt, aber ich lasse es grundsätzlich zu. Manchmal kommen mir dabei Zweifel. Treibe ich es zu Weit? Kann ich meinem Gespühr dafür trauen, was geht und was nicht geht? Setze ich die Grenzen an der richtigen Stelle?

Doch an Tagen wie heute glaube ich, dass es richtig ist. Es gab zwar schwierige Situationen auf dem Spaziergang und als ich sie vor der Sparkasse anbinden musste, war ich immens froh über das Sicherheitsgeschirr. Aber grundsätzlich steckt sie solche Situationen inzwischen recht gut weg, beruhigt sich sehr schnell wieder und ist Zuhause entspannt und ausgeglichen. Im Gegensatz dazu hätte sie sich vor wenigen Wochen nach so einer Tour den Rest des Tages nicht mehr aus ihrem Bett bewegt, Futter und Wasser verweigert und wäre jedes mal zusammengezuckt, wenn ich sie angefasst hätte.

Also scheint meine Strategie für Tiffi nicht ganz falsch zu sein. Wobei ich sicher nicht mehr solcher Tage brauche.

Die Sprachbarriere…

Hallo Menschlinge und Hundefreunde,

die Menschin hat ja schonmal erzählt, dass wir hier zuhause zu fünft sind. Da ist die Menschin, der Mensch, die Katzen und ich. Katzen sind so ähnlich wie wir Hunde, nur kleiner und mit kürzeren Schnauzen… obwohl Mopse haben so ähnliche Schnauzen wie Katzen und Chiwauwaus (Anmerkung der Menschin: Ich habe ihr gesagt, dass die Chiwawas heißen, aber sie findet Chiwauwau klingt schöner.) sind manchmal kleiner als Katzen… naja ist ja auch egal. Ihr alle wisst was eine Katze ist.

Die Katzen wohnen also auch hier. Am Anfang habe ich mich ziemlich vor ihnen gefürchtet. Hauptsächlich vor Balu, weil ich Phoebe eigentlich nie zu Gesicht bekommen habe. Katzen können einen nämlich ganz schön schlimm verletzen. Die haben ganz scharfe und spitze Krallen und sind blitzschnell. Da hat man kaum eine Chance, weil man die gar nicht zu fassen kriegt. Aber Balu macht sowas nicht. Er schnuppert nur oft an mir rum oder steckt seine Nase in mein Ohr. Einmal hat er auch seinen Kopf in mein Maul gesteckt um meine Zähne zu inspizieren, da hätte ich fast einen Krampf im Kiefer bekommen, weil ich mich so angestrengt habe um ihm nicht ausversehen den Kopf abzubeißen.

Seit das Wetter schöner ist, gehen Balu und ich Abends nach der Arbeit gerne zusammen in den Garten. Manchmal kommt Phoebe auch mit raus und hilft uns alle Beete zu beschnüffeln, weil wir sonst nie fertig werden. Wir müssen ja schließlich nicht nur die Blumen, sondern auch die Sträucher, die Bäume, das Mäuerchen, den Holzstapel und die Rasenfläche untersuchen.

Wenn wir fertig sind möchte ich mich immer ein bisschen austoben. Und weil Balu mein Freund ist und ich ihn gerne mag und ich inzwischen auch gar keine Angst mehr vor ihm habe, will ich so gerne das er mit mir fangen spielt. Aber so sehr ich mich auch abmühe, ihn auffordere mich zu jagen, vor ihm hin und herspringe, mir in den Schwanz beiße und ihn schließlich aus lauter Verzweiflung anbelle, er kapiert es einfach nicht. Vielmehr sträubt sich sein ganzes Fell, sein Schwanz wird ganz buschig und er versteckt sich hinter der Menschin. Als ob ich ihm was tun wollen würde. Er soll doch mich fangen. Phoebe und er jagen sich doch auch immer durch das Haus.

Die Menschin sagt, dass ich nicht traurig sein soll. Das liegt nur daran, dass Hunde und Katzen nicht die gleiche Sprache sprechen. Balu wird schon noch verstehen, was ich ihm sagen will. Und als Trost spielt die Menschin dann immer mit mir Fangen und wenn sie mich erwischt, wirft sie mich um und krauelt mir den Bauch und dann kommt Balu auch dazu, weil er auch gekrault werden will. Vermutlich hat die Menschin recht, ich muss einfach Geduld haben und es immer weiter versuchen.

Eure Tiffi.