Triebtäter und Hausmittel…

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

seit einiger Zeit fiel mir auf, dass Tiffi vermehrt ihren Hintern und ihren Genitalbereich beleckte und beknabberte. Anfangs war aber nix zu sehen. Dann geschah es eines Nachmittags, dass Shep plötzlich das gemeinsame Spiel unterbrach und versuchte auf Tiffi aufzureiten. Als sie ihn entsprechend maßregelte, also ihm die Zähne zeigte und diese ein paar mal vor seinem Gesicht zuschnappen lies, ging er nicht wie üblich zurück und beschwichtigte, sondern provozierte sie regelrecht. Laura und ich gingen dazwischen und trennten die beiden. Später am gleichen Abend begann Tiffi mit Shep herumzublödeln und plötzlich versuchte er wieder aufzureiten. Erneut gingen wir dazwischen. Den Rest des Abends blieb jeder der beiden in seiner Ecke und sie schauten sich nicht mehr mit dem flauschigen Hintern an.

Wir waren etwas besorgt. Die Freundschaft der Beiden hatte sich gerade erst nochmal deutlich intensiviert. Was also passierte hier. Ich war erst wieder etwas beruhigt als sie sich zum Abschied gegenseitig die Lefzen leckten.

Ein paar Tage später waren Tiffi und ich wieder bei Shep und seinen Leuten. Beim Gassi gehen fiel mir auf, dass Tiffis Hintern und insbesondere ihre Schwanzwurzel etwas gerötet war. Sonst schien aber alles gut. Bis wir irgendwann auf der Terrasse beim Rauchen standen. Die Hunde alberten herum und zack ritt Shep wieder auf. Und diesmal lies Tiffi es geschehen. Wir gingen natürlich wieder dazwischen und trennten die zwei.

Nun wollte ich es aber genauer wissen. Zum einen beunruhigten mich die wunden Stellen am Hintern, zum anderen das Verhalten der beiden kastrierten Hundefreunde.

Schließlich fand ich heraus, dass Tiffi wohl in Rumänien kastriert, dabei aber vermutlich nicht alles komplett entfernt wurde. Dadurch kann es zu einer Art Scheinläufigkeit kommen. Dies verursacht, durch den Geruch, bei Shep den gelegentlichen Drang sie zu begatten und ist vermutlich auch die Ursache für die wunden Stellen.

Zwei sexuell verwirrte Hunde in den Griff zu bekommen ist zum Glück in unserem Fall nicht so schwierig. Beide lassen sich sehr gut abrufen und kennen das auch schon, weil sie manchmal zu sehr im Spiel versinken und dann schnell recht rabiat werden.

Ich wollte aber Tiffi natürlich nicht mit wundem Po rumlaufen lassen. Schon gar nicht bei Schnee und Kälte, wo die Haut ja eh schon gereizt ist. Also überlegte ich was zu tun sei. Klar war, dass ich bei Verschlechterung sofort zum Tierarzt fahren würde. Aber erstmal recherchierte ich nach Hausmitteln.

Dabei erinnerte ich mich an diesen Artikel von Moe an Me: Analdrüsen-Probleme – und wie wir sie in den Griff bekommen haben.

Ursprünglich kam der Tipp aber wohl von Sandra von Shiva Wuschelmädchen.

Auf jeden Fall dachte ich mir, was bei Analdrüsenproblemen hilft, hilft bestimmt auch einem wunden Po. Und schaden konnte es ja eher nicht. Also besorgte ich mir Scharfgabe in der Apotheke und Mullwindeln aus der Babyabteilung des Drogeriemarktes. Tiffi lies in ihrer typisch stoischen Art alles über sich ergehen und ich musste während der Prozedur nur die „Warum hasst du mich so sehr?“ Blicke ertragen. Und siehe da. Ein paar Tage später ist der Hintern wieder ohne wunde Stellen. Ob es nun an den Scharfgabenwickeln lag oder daran, dass die Scheinläufigkeit vorbei ist, kann ich nicht sagen. Ich hatte aber auf jeden Fall das Gefühl, dass die Umschläge geholfen haben.

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