Mittwoch

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Mache mir Gedanken über erfolgreiches Online Marketing.

Comes with the job.

Was geht 2020, wie lassen sich Zielgruppen gezielt ansprechen?

Growth Hacking ist sicher der Mega-Trend auf diesem Feld. Da begleitet der Marketing-Experte „seine“ User von einem Schritt zum nächsten. Wenn es gut läuft, lassen sich nicht nur Account-Registrierungen generieren, sondern auch Käufe und natürlich Weiterempfehlungen. Als Mittel zum Zweck dienen bestimmte Taktiken, die sich Hacks nennen, und normalerweise nichts kosten. Damit lässt sich die Viralität steigern, der Bekanntheitsgrad wächst, ein Startup kann, wenn der Growth Hack gut gemacht ist, richtig schnell wachsen.

Ich schreibe hier mal die fünf Schritte hin, die meistens ins Spiel kommen. Am Anfang steht die Akquise, das heißt, du musst die Leute irgendwie auf die Firmenwebseite bringen. Dann geht es oft darum, dass sich möglichst viele registrieren. Hotmail hat 1996 mit seinem Signature Hack einen großen Coup gelandet, indem die Firma den Leuten anbot, sich direkt kostenlos einen E-Mail-Account zuzulegen. Zu dieser Zeit gab es solche Angebote so gut wie nicht, Hotmail ist explosionsartig gewachsen. Von 0 auf 12 Millionen in einem Jahr. Wow. Würde ich gern mal nachmachen.

Wenn die User erst ihren Account haben, müssen sie oft noch ein bisschen überredet werden, damit sie auch aktiv werden. Danach folgt die Monetarisierung, schließlich will das Unternehmen auch was von dem ganzen Spaß haben. Zum Schluss geht es darum, die bestehenden Kunden zu motivieren, den Laden weiterzuempfehlen. Und all das, ohne aufdringlich und blöd daherzukommen. Da musst du dir schon ziemlich was einfallen lassen.

Die Social Media sind im Marketing natürlich eine ganz große Sache, fast jede Firma hat ihren eigenen Twitter- oder Facebook-Account. Die Herausforderung liegt darin, mit diesen Instrumenten richtig umzugehen und die Massen positiv zu bewegen. Bloß keinen Shitstorm fabrizieren! Besonders gut kommt es rüber, relevante Infos zu posten, Tipps und vielleicht auch heiße News an den Mann und die Frau zu bringen. Möglichst immer thematisch bezogen auf die eigene Produktpalette.

Hier ein nettes Beispiel, das ganz gut funktioniert: Um den Bekanntheitsgrad kräftig zu erhöhen, produziert und veröffentlicht die Online-Plattform PokerStars ihre eigenen Inhalte mit Spieltipps, Neuigkeiten und Hintergrundgeschichten auf ihrem Blog. Die Beiträge werden der Öffentlichkeit dann über verschiedene soziale Medien zugänglich gemacht, sodass sie möglichst viele Menschen jeden Alters erreichen. Da kommt nicht nur viel Interesse auf, sondern teilweise auch richtig rege Kommunikation.

Wichtig ist auch, mal über den Tellerrand zu schauen und zu gucken, ob die eigenen Inhalte nicht auch irgendwo anders unterzubringen sind. „Gastbeiträge“ nennt sich das, und die lassen sich mit etwas Sachverstand und Cleverness ganz gut im Netz verteilen. Vor allem themenverwandte Blogs eignen sich dazu, die eigene Firma und ihre Produkte in Szene zu setzen.

Aber auch hier bitte nicht zu aufdringlich, sondern nur mit hochwertigem Inhalt, die für die Leser auch wirklich von Interesse sind. Sogar Gastbeiträge bei Mitbewerbern und ähnlich gelagerten Unternehmen sind nicht tabu – wenn sie dich denn lassen. Einen Gastbeitrag zu schreiben und mal ein bisschen herumzufragen, wer den Text veröffentlicht, das schafft auch der kleine Heizungsinstallateur von nebenan.

Und, klar, das hier bleibt sicher ewig bestehen, solange das Internet besteht: SEO. Die Suchmaschinenoptimierung gilt schon seit Ewigkeiten als A und O im modernen Marketing, das hat sich 2020 ganz sicher nicht geändert. Allerdings müssen auch SEO-Experten stets auf der Höhe der Zeit bleiben, denn was gestern noch „in“ war, kann heute schon abschreckend auf Google und Co. wirken.

Während vor vielen Jahren noch extremes Keyword-Stuffing als wirkungsvolle Möglichkeit galt, ganz oben in den Charts zu landen, ist diese Methode heute ein absolutes No-Go. Texte müssen vor allem leserfreundlich sein und nicht an jeder Ecke dieselben leeren Phrasen wiederholen. Entsprechende Algorithmen der Suchmaschinen erkennen mittlerweile sehr genau hochwertige Inhalte ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler, die flüssig formuliert sind und die gesuchten Informationen liefern.

SEO ist nicht mehr easy, es ist eine echte Wissenschaft für sich geworden. Backlinks und interne Verlinkungen aufbauen, ohne sich dabei einen Google Penalty einzuhandeln, das kann nicht jeder. Auch solche Wörter wie Keyword-Kannibalismus, Link Strengh und Meta Tags sollten dir weiterhin ein Begriff sein, wenn du dich auf diesem Gebiet tummeln möchtest. Die Suchmaschine ist der Wegweiser im Netz, und wer nicht ganz oben auf dem Schild steht, wird schnell übersehen.

Die deutschen Baumärkte befinden sich beispielsweise im harten Konkurrenzkampf, um bei den wichtigsten Keywörtern in Google ganz oben zu stehen. Als besonderer SEO-Spezialist gilt Hornbach, denn das Unternehmen entdeckte relativ früh die Bedeutung nutzerorientierter Inhalte. Schon 2014 befanden sich auf den Hornbach-Seiten zahlreiche Tipps und Anleitungen für Heimwerkerprojekte, und das zieht die anvisierte Zielgruppe magisch an.

Aber ich muss ehrlich sagen, dass aller Marketing-Rummel nichts nützt, wenn das angebotene Produkt schlussendlich doch nicht überzeugt. Darum ist es fundamental wichtig, die Kunden mit etwas wirklich Brauchbarem anzulocken, um als Firma dauerhaft zu bestehen. Der Rest ist großer digitaler Trommelwirbel, sodass alle Köpfe sich umdrehen und dein Produkt überhaupt erst entdecken.

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Das war’s schon, grob umrissen, mit dem, was mir durch den Kopf geht. Zwischen Warhammer, zahnendem Kind und dem ganzen Alltagskram.

Ich arbeite jedenfalls jetzt mit einer Firma zusammen, die mir sehr gefällt und kann mit Fug und Recht deren Produkte vertreten.

Ende.