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Apple iPad – ich kauf mir keines

Update 13.04.2010:
Meine Alternative zum iPad heißt Archos 9, ich hatte gestern das iPad in der Hand auf dem SocialMediaClubDinner und ich find es viel zu schwer. Haut mich wirklich nicht um. Ausserdem finde ich den DeveloperRelations Menschen von Archos sehr sympatisch :)

Update vom 05.04.2010:
Blendtec hat jetzt auch offiziell festgestellt: It will blend! Schmerzhaft.

So, das iPad ist draussen und dank eines ziemlich genialen Coups konnte sich ein Bayer das erste offiziell verkaufte iPad in NY sichern. Respekt Herr Gutjahr. Marketingtechnisch eine großartige Nummer.

Jetzt zum iPad selber, für alle die unter einem Stein gelebt haben die letzten paar Monate:

Das iPad ist etwa so groß wie ein Blatt Papier. Über den Bildschirm kann man mit den Fingern streichen – durch Berühren bedient man das Teil. Mit dem iPad kann man allerdings nicht telefonieren. Auf dem kleineren Computer lassen sich Videos anschauen, Songs hören und kleinere Programme, etwa Spiele, laden.

via HNA

Eine sehr gute Sammlung erster Tests und Reviews findet ihr auf EarlyAdopter, mit Videos und jeder Menge Links.

Die Jungs von iFixit haben bereits ein erstes Teardown veröffentlicht. Und übrigens auch gleich einen ersten RepairGuide für das iPad, awesome!

Mein persönliches Highlight ist übrigens das Review von Cory Doctorow auf Boing Boing mit dem Titel: Why i wont buy an iPad and think you shouldn’t either. Ich stehe ebenfalls zu 100% hinter dem Owners Manifest. If you can’t open it, you don’t own it. Klar kann man auch das iPad öffnen, klar kann man auch das iPad jailbreaken, aber das ist einfach nicht das gleiche. Freiheit bedeutet auch die Freiheit auf unkomplizierte Weise Linux auf dem Pad installieren zu können. Google ist mit Android nur bedingt einfacher und offener gestaltetet, aber wenigstens kenne ich ein paar der AndroidDeveloperAdvocates persönlich. Und gefühlt offener.

So und nun mein Fazit und warum ich, als Apple Addict, überhaupt kein Interesse an einem iPad habe:
Es fühlt sich einfach nicht richtig an einen 680 Gramm schweren Block mit eingebautem Akku und SingleTaskingFähigkeit mit sich rum zu schleppen, wenn man viele Sachen mobil mit dem iPhone erledigen kann und für nur 720 € bereits ein MacBook SD White bekommt. UMTS Stick dran und wenigstens eine vernünftige Tastatur dabei. Bücher lese ich auf dem iPhone, das ist natürlich marginal komplizierter als auf dem iPad und natürlich nicht so komfortabel, aber sind wir mal ehrlich, ein DINA4 großes, 680 Gramm schweres Buch stecke ich mir wohl kaum in die Manteltasche. Da kann ich auch gleich mein MacBook auspacken. Oder eben mein iPhone in die Hosentasche schieben.

Vielleicht liegt meine Nichtbegeisterung auch meinem MacBook Pro auf dem ich diesen Artikel schreibe. An meiner nachlassenden Begeisterung für die immer gleich scheinenden Pads/Pods und Co. An meinem absoluten Mangel an Verständniss für die WalledGarden Politik der großen Hersteller. Und an den unendlich genialen Gadgets wie dem Open Pandora, von Fans zusammen gebaut und vertrieben.  

In diesem Sinne, kauft euch ruhig eins wenn ihr denkt das es das Geld wert ist, aber kauft nicht nur weil Apple draufsteht. Es gibt andere Netbooks für den gleichen Preis und mit ähnlicher, wenn nicht besserer Ausstattung. 

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