Die große Stille…

Ihr wundert euch vielleicht, warum Tiffi und ich in der letzten Woche gar nichts gepostet haben. Das liegt daran, dass wir uns letzte Woche von unserem geliebten Kater Balu verabschieden mussten.

Es war im Mai 2014. Ich kam wie üblich von der Arbeit. Ich war gerade im Schlafzimmer um Wäsche zu sortieren, als ich ein seltsames Geräusch aus dem Flur unserer damaligen Wohnung hörte. Ich ging nachsehen und fand unseren Kater Balu. Er stand im Flur und miaute auf ganz seltsame Art. Plötzlich rutschten ihm die Pfoten seitlich weg. Er lag nun ganz platt auf dem Boden, hechelte und sabberte. Völlig verängstigt brachte ich ihn in die Tierklinik. Es wurden verschiedene neurologische Tests gemacht, aber ohne Ergebnis. Zugleich wurde Blut abgenommen. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass seine Nierenwerte verändert waren. Und damit begann eine Odysee, mit unzähligen Untersuchungen, Medikamenten, Klinikaufenthalten und regelmäßigen Infusionen. Ich lernte selber subkutane Infusionen zu legen. Kein Aufwand war uns zu groß und keine Behandlung zu teuer. Und Balu lebte weiter, war glücklich und zufrieden, obwohl man uns immer wieder sagte, dass er nicht mehr lange leben würde.

Im Juli 2017 bekam er jedoch einen Blasenstein. Es ging ihm sehr schlecht. Er musste notfallmäßig in die Klinik und über das Wochenende dort bleiben. Und danach konnten wir zusehen, wie er abbaute. Am Anfang ging es sehr langsam. Doch plötzlich nahm er rasend schnell an Gewicht ab. Er zog sich zurück, wollte nicht mehr spielen und nicht mehr kuscheln.

Ich fuhr letzten Mittwoch mit ihm zum Tierarzt. Es wurde Blut abgenommen und er bekam eine Infusion. Aber eigentlich wusste ich, was geschehen würde und auch dem Mann war es klar. Wir mussten unseren Teddybären nur ansehen. Freitag morgen telefonierte ich mit dem Tierarzt. Die Werte waren katastrophal. Es gab keine Hoffnung mehr und jeder weitere Tag wäre eine Qual für Balu.

Am Nachmittag, kurz vor der Öffnungszeit brachte ich Balu zum Tierarzt und er schlief in meinen Armen ein.

Ich werde zu einem anderen Zeitpunkt ausführlicher von Balu und seiner Krankheit erzählen. Im Moment kostet es mich alle Kraft dies wenige zu schreiben. Er fehlt uns so sehr und ich kann in unserem Haus kaum etwas ansehen ohne an ihn zu denken.

Soweit nur dies. Du warst etwas Besonderes. Wir werden dich niemals vergessen. Du hinterlässt eine große Lücken in unserem Leben und in unseren Herzen.

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