OMV NAS

Damals(TM) – war das Zusammenbauen / Konfigurieren und Basteln an PCs sowas wie mein Hobby. Oder zumindest ein nicht unerheblicher Teil meiner Jugend. Wie zB mein Koffer PC.

Mein KofferPC

Oder mein Chieftec Dragon mit der Dämmung, in den ich mal eine Wasserkühlung einbauen wollte.

Noah’s Gaming PC, war mein erster Wiedereinstieg in den PC „Bau“ nach beinahe 11 Jahren Abstinenz. Bzw. wenn man die 1ste Iteration des OMV NAS zählt, die mir dann leider abgeraucht ist, halt nur 10 Jahre.

Dank Hase hab ich ja seit Kurzem ein bisschen was stärkeres als Ersatz für die alte, unfassbar schwere, Fujitsu Möhre, man möchte beinahe sagen Overkill.

8 GB rödeln mit einer 3,6 GHz CPU auf einem modernen Mainboard, mit einer 128 GB SSD und einer 1 und 2 TB Sata HDD. Für ein NAS ziemlich übertrieben.

Betriebssystem ist natürlich, wie gewohnt OMV – mein geliebter Alleskönner.

Neben dem Basis Service, wie z.B. Samba, Zugängen und Backups beherrscht OMV auch VirtualBox und Docker.

Und bevor ich mir wieder einen Pi Docker Cluster in den Keller hieve – warum nicht einfach alles auf dem NAS erledigen, zumindest dass was mit Medien zu tun hat.

Die Frage ob die Anschaffung eines PCs in 2019 noch lohnt kann also ganz klar mit Ja beantwortet werden. Im Vergleich zu gekauften Systemen bietet die selbst-geschraubte Variante einfach zu viele Vorteile.

OMV NAS mit DOCKER/VirtualBox

Also laufen aktuell vier Container auf Docker, hinter einem Pi als NGINX Reverse Proxy, der auch die LetsEncrypt Zertifikate handelt.

Airsonic für Musik, ein unfassbar geiles Tool dass ihr euch unbedingt anschauen müsst.

<3

LazyLibrarian für eBooks (zB aus Humbelbundle und Projekt Guttenberg)

Und für Filme und Serien, ein Plex Server – der auch ganz wunderbar mit VLC auf dem FireStick kooperiert, das süsse Ding.

Wobei mir Plex vom Bezahl/Installationsmodel noch nicht so ganz gefällt, ich werde mir noch Kodi erneut anschauen müssen.

Und seit letzter Woche Handbrake – um die 200 Kinder DVDs als Kopie aufzubewahren und vor weiterem zerkratzen zu schützen. Die Bedienung über VNC, traumhaft einfach.

Achso auf Virtualbox läuft ein Windows 10 – sobald ich rausfinde wie man Passthrough einrichtet auch mit relativ fetter Grafikkarte.

Ich meine, ich hatte im Laufe der Jahre eine Menge Medien Produkte. Den Apple TV 2ter Generation, der auch eine ganze Weile lief.

Einen Smart TV von Philips (Diese internen „smarten“ Fernseh Settop Boxen sind dermaßener Mist.)

Einen HDD Recorder (gekauft 2006, heiß geliebt, irgendwann seit Kindle Firestick komplett ignoriert). Ein „Digitale Radios“ dass sein Dasein inzwischen glaube ich im MunichMakerLab fristet.

Aber so richtig zufrieden bin ich mit den Lösungen noch nie gewesen.

Wenn man bedenkt wie lange ich alleine gebraucht habe die Daten von der Platte des HDD Recorders zu bekommen und dass es für den Apple TV keine Updates mehr gibt :(

Insofern finde ich die Freiheiten die mir die aktuelle Lösung bietet, bei dem Preis und Aufwand (die Docker Container sind dank Linuxserver.io echt ein Klacks für den versierten Laien).

In Kombination mit einer Glasfaserleitung, einer statischen IP und dem Domainhandling Interface des Webhosters – Bombe!